Dabei gab der Weltcup-Gesamtführende der Konkurrenz für den zweiten Super-G auf der Raubvogel-Piste am Freitag einige Aufgaben mit. Der 24-Jährige hängte ÖSV-Ass Matthias Mayer, der Zweiter wurde, um 78 Hundertstel ab, feierte im vierten Saisonrennen seinen zweiten Sieg.
Odermatt fühlt sich in Colorado jedenfalls pudelwohl, wie er im "ORF"-Interview erzählte. "Das ist immer etwas für die Techniker, schwierig gesteckt, wo man am Limit fahren muss. Das gelingt mir immer ganz gut", strahlte der Schweizer. Und erklärte sein Sieg-Geheimnis: "Ich hatte einen guten Plan schon nach der Besichtigung. Es hat alles perfekt funktioniert. Es ist immer marschiert", so Odermatt weiter.
Viel Lob gab es derweil von der Konkurrenz. "Ein gewaltiger Vorsprung", konnte Mayer nur den Hut ziehen. "Er hat den Zielsprung auf dem letzten Zacken erwischt", schaute sich der Doppel-Olympiasieger bereits die Linie für Freitag ab.
Gleichzeitig haderte der Kärntner auch mit der Nummer. Aufgrund der warmen Temperaturen entschied sich Mayer für die Startnummer drei. Auf dem gefinkelt gesetzten Kurs schieden allerdings die zuvor gestarteten Matthieu Bailet und Dominik Paris aus, war Mayer selbst der Testpilot. "Das war sicher nicht optimal. Ich hab aber gewusst, wo ich aufpassen muss", erklärte der Sieger von Lake Louise weiter.
Deutlich selbstkritischer zeigte sich Vincent Kriechmayr. "Odermatt war heute unglaublich, außer Reichweite. Aber das Podium wäre drinnen gewesen", haderte der Oberösterreicher, der auf Rang fünf landete. Sieben Hundertstel hinter dem Sensations-Dritten Broderick Thompson aus Kanada. "Vor dem Zielsprung habe ich abgebremst, als wäre ich schon im Ziel gewesen wäre. Der Odermatt hat ihn runtergelassen, wenn man ihn so rüberschwitzt, dann kann es auch nicht reichen", analysierte der Doppel-Weltmeister.
Schon am Freitag gibt es jedenfalls die Chance zur Revanche.