Gewerkschaft kritisiert KTM-Spende an Liste Kurz

KTM-Chef Stefan Pierer
KTM-Chef Stefan PiererBild: zvg
Die Gewerkschaft FSG/PRO-GE kritisiert die Wahlkampfspende von KTM-Chef Stefan Pierer an die neue VP von Sebastian Kurz. Sie warnt vor schleichender Einflussnahme.
Wie berichtet will der oberösterreichische KTM-Vorstandsvorsitzende Stefan Pierer die bis Ende Juli eingehenden Wahlkampfspenden an die neue VP von Sebastian Kurz verdoppeln. Bislang sind mehr als 100.000 Euro an die Bewegung gespendet worden. Die Gewerkschaft FSG/PRO-GE (sie ist die Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter in der Produktionsgewerkschaft) kritisiert die Großspende des KTM-Chefs massiv. Sie warnt vor einer Einflussnahme der Industriellen bei der neuen VP.

"Augenscheinlich versuchen jetzt einige Unternehmer, eine generelle Verlängerung der Arbeitszeit mit der massiven Unterstützung von VP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz durchzusetzen", erklärt FSG/PRO-GE-Vorsitzender Günther Goach via Aussendung.

Pierer sei einer jener Industriellen, die gerne die Sozialpartnerschaft als "Sargnagel" bezeichnen oder öffentlich bekennen, dass sie die Arbeitszeitgrenzen massiv überschreiten, heißt es seitens Gewerkschaft.

"Wir warnen eindringlich vor einem generellen Zwölf-Stunden-Tag", so Goach. Die Spendenbereitschaft zeige laut Gewerkschaft "eindeutig, dass die sogenannte Neue Volkspartei am Gängelband der Industrie hängt und Rechte der Arbeitnehmer künftig beschnitten werden sollen." (uha)

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