In wohl kaum einer anderen Landeshauptstadt ist es einfacher, sich während einer Hitzewelle abzukühlen, als in Salzburg. Neben den zahlreichen Seen im Salzkammergut gibt es auch im Stadtgebiet einige Möglichkeiten. Vor allem bei jüngeren Leuten ist der Almkanal sehr beliebt, der die Stadt von der Südgrenze bis ins Zentrum durchfließt.
Dabei handelt es sich um abgeleitetes Wasser aus der Königsseeache – türkisblau und selbst im Hochsommer erfrischende 15 bis 17 Grad kalt. Das mittelalterliche Wasserversorgungssystem fließt aber auch durch landwirtschaftliches Gebiet und Felder, auf denen zahlreiche Kühe im Stadtgebiet weiden.
Genau das – beziehungsweise die Gewitter vergangene Woche – dürfte vielen Badegästen nun zum Verhängnis geworden sein. "Beim Reinspringen ist uns gleich der Güllegeruch aufgefallen. Wir sind dann gleich nach Hause und haben alles abgeduscht. Am nächsten Tag begannen dann die Übelkeit und das Erbrechen beim kleineren Sohn und dann beim größeren", erzählt ein Stadtsalzburger dem ORF.
"Der Almkanal und die Königssee-Ache führen durch landwirtschaftlich genutzte Gebiete. Dadurch kann es im Umfeld von Gewittern dazu kommen, dass Substanzen in die Alm gespült werden. Das kann aber bei jedem Gewässer geschehen", erklärt Almmeister Lukas Peter. Und auch wenn das Baden geduldet wird, offiziell sei die Alm nun mal kein freigegebener Badeplatz.