Grenzbeamte staunten nicht schlecht, als sie am vergangenen Sonntag einen jungen Autolenker in Neuhaus am Inn in Bayern kontrollierten. Der junge Mann hatte die Grenze gerade über Schärding passiert. Als die Beamten fragten, was er in Deutschland vorhat, wurde der 21-Jährige extrem unruhig und sagte, er wolle ein Auto kaufen.
"Er war dabei sehr nervös, hat gezittert", so ein Sprecher der Polizei Passau zu "Heute". Die Polizisten wurden stutzig, durchsuchten den Wagen deshalb ganz genau. Im Handschuhfach fanden sie dann 3,3 Kilogramm Goldbarren (Foto) im Wert von 197.499 Euro.
Da das Edelmetall nicht beim Zoll angemeldet waren (das muss jeder Betrag über 10.000 Euro), laufen nun Ermittlungen wegen Geldwäscheverdachts. Das Gold wurde beschlagnahmt. Beim Zoll in München bestätigte man auf "Heute"-Anfrage den Fall.
„Er war sehr nervös, hat gezittert.“Pressestelleder Polizei Passau
Der 21-Jährige habe nicht schlüssig erklären können, woher das Gold stammt. Bargeld, Gold oder andere Wertgegenstände über 10.000 Euro müssten vor einem Grenzübertritt immer angemeldet werden, so ein Sprecher. Wo sich der junge Mann derzeit befindet, konnte die Behörde vorerst nicht sagen. Klar ist: Der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft übergeben, die ermittelt jetzt weiter. Schon kürzlich hatte in Bayern der Fund von mehr als zwei Kilogramm Gold für Aufsehen gesorgt.
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