Ghosn klagt Renault auf mehrere Millionen Euro

Der frühere Renault-Chef Carlos Ghosn kündigte an, den Automobilkonzern auf eine zweistellige Millionensumme zu verklagen.
Seine Flucht in einem Instrumentenkoffer sorgte für internationales Aufsehen. Nun kündigte Carlos Ghosn an, seinen ehemaligen Arbeitgeber Renault auf einen zweistelligen Millionenbetrag zu verklagen. Konkret will der Ex-Manager Aktien im Wert von rund 15 Millionen Euro und eine jährliche Pensionszahlung von beinahe 800.000 Euro erwirken.

In Frankreich zeigt man sich empört. Gewerkschaftschef Philippe Martinez spricht von einem "unanständigen" Manöver Ghosns. Dieser habe als Chef der Renault-Gruppe Zehntausende Arbeitsplätze gestrichen. Ein Abgeordneter der Linkspartei La France Insoumise nannte das Vorgehen Ghosns "skandalös".



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Renault will nicht zahlen



Ghosn gab in seinem libanesischen Exil bekannt, dass er gegen seinen früheren Arbeitgeber vor das Handels- und Arbeitsgericht in Paris ziehen will. Der Autokonzern habe vertraglich zugesicherte Zahlungen nicht getätigt, so Ghosn. Bei Renault vertritt man die Ansicht, dass Ghosn von seinem Posten zurückgetreten sei. Dieser sieht das anders: "Ich bin überhaupt nicht zurückgetreten. Ich habe mich von meinem Posten zurückgezogen, weil ich im Gefängnis saß".

Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und Veruntreuung von Firmengeldern steht Ghosn in Japan vor Gericht. Er bestreitet sämtliche Vorwürfe. Um die Jahreswende wurde bekannt, dass ihm die Flucht aus dem Land gelungen ist. Vor wenigen Tagen erhob Ghosn dann schwere Vorwürfe gegen die japanische Justiz. Dort würden "grundlegende Prinzipien der Menschlichkeit verletzt".



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