In der südfranzösischen Kleinstadt Castelginest läuft seit Dienstagabend eine große Suchaktion nach einer giftigen Kobra. Feuerwehr und Polizei sind im Einsatz, Parks und öffentliche Einrichtungen wurden vorsorglich geschlossen.
Die Stadtverwaltung warnte die Bevölkerung: "Aus Sicherheitsgründen und aufgrund der nachgewiesenen Anwesenheit einer giftigen Kobra in der Gemeinde bitten wir Sie, bei Ihren Wegen größte Vorsicht walten zu lassen." Zudem sollen Einwohner hohes Gras meiden – auch mit Kindern und Haustieren.
Ausgelöst wurde der Alarm durch einen Anwohner, der die Schlange fotografierte. Danach ließen die Behörden das Tier identifizieren und gehen seither von einer hochgefährlichen Kobra aus. Feuerwehrkräfte durchsuchten Gärten und setzten bei der Suche sogar eine Drohne ein.
Viele Bewohner halten Kinder und Tiere inzwischen im Haus. "Die Hunde bleiben drinnen, die Katze auch, die Kinder ebenfalls", sagte eine Anwohnerin dem Sender Europe 1. Aus Angst vor der Schlange kontrolliere sie abends sogar die Kinderzimmer: "Deshalb schaue ich jeden Abend unter den Betten nach, bevor meine Kinder schlafen gehen."
Der von der Präfektur in Toulouse beauftragte Reptilienexperte Dorian Blayac warnte, ein Biss könne tödlich enden: "Es handelt sich um ein giftiges Tier." Das nächstgelegene Spital sei bereits informiert und vorbereitet.
Unklar ist derzeit noch, ob die Kobra ausgebüxt ist oder absichtlich ausgesetzt wurde.