Vor der dänischen Insel Anholt ist ein toter Wal entdeckt worden – nun wird spekuliert, dass es sich um den bekannten Ostseewal "Timmy" handeln könnte. Das Tier war am 2. Mai 2026 im Skagerrak wieder in die Nordsee entlassen worden.
Wie "Ekstra Bladet" berichtet, wurde der Wal rund 200 Kilometer von der Stelle entfernt gesichtet, an der Timmy freigelassen worden war. Laut dänischer Umweltbehörde könnte das Tier bereits länger tot sein. Ob es tatsächlich Timmy ist, bleibt aber offen.
Bei Niedrigwasser wurde eine Gewebeprobe entnommen. Behörden-Aufseher Morten Abildstrøm sagte dem dänischen Sender "TV2": "Wenn man ihn mit einem Fernglas betrachtet, kann man erkennen, dass er 10 bis 15 Meter groß ist." Erste Fotos zeigen bereits stark angegriffene Haut.
Die dänische Umweltschutzbehörde warnt davor, sich dem Kadaver zu nähern. Der Wal könnte krank gewesen sein, zudem könne sich in toten Meeressäugern Gas ansammeln.
Wie Abildstrøm der Deutschen Presse-Agentur sagte, wurde bei der Untersuchung kein GPS-Sender entdeckt. Er sei sich zu 95 Prozent sicher, dass es sich um einen Buckelwal handle. Endgültige Gewissheit gebe es aber noch nicht, da der rund zwölf Meter lange Wal halb unter Wasser liegt.
Gegenüber DRTV sagte Abildstrøm außerdem: "Sowohl die deutschen als auch die dänischen Forscher, mit denen ich gesprochen habe, glauben, dass es sich höchstwahrscheinlich um den Buckelwal Timmy handelt."
Die entnommenen Gewebeproben sollen nun von Forschern in Deutschland und Dänemark untersucht werden.