Giftiger Rauch: Menschen mussten zu Hause bleiben

In einem Betrieb in Seeboden war ein großes Feuer ausgebrochen.
In einem Betrieb in Seeboden war ein großes Feuer ausgebrochen.Freiwillige Feuerwehr Seeboden
Am Samstagvormittag kam es in einem Akku-Lager in Kärnten zu einem Großbrand. Aufgrund der giftigen Dämpfe mussten die Menschen zu Hause bleiben.

Das Feuer brach gegen 10:20 Uhr in einer Firma im Bezirk Spittal an der Drau aus. Betroffen war auch ein Lager, in welchem rund 10.000 Stück Lithium-Ionen Akkus gelagert waren.

Brennende Akkus flogen durch die Luft

Wie die Feuerwehr mitteilte, wurde der Brand vermutlich durch einen technischen Defekt während der Aufladung eines Akkus verursacht. Dabei begann dieser Akku sofort zu brennen und das Feuer griff rasch auf weitere Akkus über. Kurze Zeit später stand das gesamte Lager in Vollbrand. Es kam zu kleinen Explosionen und Teile der brennenden Akkus wurden dabei auch durch die Luft geschleudert.

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Ein vor der Halle stehender Container mit Gummireifen begann ebenfalls zu brennen, wodurch es zu einer starken toxischen Rauchentwicklung kam. Deshalb wurden die Einwohner von Seeboden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und in den Wohnungen zu verbleiben.  Die Warnung wurde kurz nach Mittag dann aufgehoben, das Feuer konnte gelöscht werden. 

Klärung der Brandursache noch nicht abgeschlossen

Im Brandeinsatz standen neun Feuerwehren mit ca. 180 Mann. Spezialkräfte der Feuerwehr sowie eines Entsorgungsunternehmens besichtigten die Lage vor Ort. Die Akkus befinden sich derzeit noch in der Halle, da sie nur durch ein zertifiziertes Unternehmen entsorgt werden können.

Bis zum Abtransport der Akkus wird eine Brandwache durch Feuerwehrkräfte abgehalten. Die Erhebungen zur Klärung der Brandursache sind noch nicht abgeschlossen. Die Schadenshöhe steht ebenfalls noch nicht fest.

Der 37-jährige Firmeninhaber erlitt bei seinen Löschversuchen Verletzungen und wurde von der Rettung in das Krankenhaus Spittal an der Drau verbracht.

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