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Giftschlangen versetzen Flutopfer in Angst

Mehrere hochgiftige Schlangen sollen in Thailands Fluten aus Gefangenschaft entkommen sein und versetzen nun die Menschen in Angst.
Heute Redaktion
14.09.2021, 16:44

Auf Hochtouren suchten Tierärzte am Donnerstag nach 15 Grünen Mambas, die aus einem überschwemmten Gebäude in Bangkoks benachbarter Provinz Nonthaburi entwichen sein sollen. Den Hinweis hatten die Behörden über Twitter erhalten. Offiziell wurden die Angaben nicht bestätigt.

Mehrere Tierschützer sind jetzt in die betroffene Region rund 16 Kilometer nordwestlich von Bangkok unterwegs, um die Afrikanischen Mambas einzufangen.

Opfer eines Mamba-Bisses sterben in der Regel binnen 20 Minuten. Thailand hat bereits eine Lieferung des Gegengifts bestellt, sagte Gesundheitsminister Wittaya Buranasiri. Vorräte gebe es nicht.

Opfer-Zahl steigt

Die Zahl der Hochwasseropfer ist inzwischen weiter gestiegen. Mindestens 437 Menschen sind in den vergangenen drei Monaten bei den schwersten Überschwemmungen seit 50 Jahren ums Leben gekommen. Die meisten von ihnen sind nach offiziellen Angaben ertrunken oder durch Stromschläge zu Tode gekommen. Zwei Menschen gelten als vermisst.

Am Donnerstag standen noch immer 20 von insgesamt 50 Stadtteilen Bangkoks unter Wasser, während die Innenstadt durch Sandsäcke, Deiche und verflochtene Abflusssysteme weiter trocken gehalten wurde. Der Ärger unter den Bewohnern der thailändischen Hauptstadt wächst. Sie beklagen ungenaue und widersprüchliche Informationen.