Gifttorte im Häf'n: Psychiater muss in U-Haft bleiben

In Korneuburg (NÖ) laufen Ermittlungen gegen den Gefängnisarzt.
In Korneuburg (NÖ) laufen Ermittlungen gegen den Gefängnisarzt.Daniel Schreiner, Kosmo - Montage: heute.at
Aus Frust und Liebeskummer soll ein Psychiater eine Gifttorte ins Gefängnis gebracht haben. Die U-Haft wurde nun verlängert.

Der Fall rund um einen jungen Gefängnispsychiater hatte für Aufsehen gesorgt: Der Arzt soll eine mit Medikamenten versehene Torte in eine Justizanstalt in NÖ mitgebracht haben. Mehreren Mitarbeiter wurde daraufhin unwohl, ein Mediziner musste sogar ins Wiener AKH ("Heute" berichtete).

Zurückgewiesene Liebe

In Folge nahm die Polizei die Ermittlungen auf, suchte den Psychiater am Arbeitsplatz, doch der war gar nicht mehr am Arbeitsplatz im Häfen erschienen, sondern untergetaucht. Erst am Tag darauf konnte der verdächtige Arzt festgenommen werden. 

Die Ermittlungen laufen wegen des Verdachtes der mehrfach absichtlich schweren Körperverletzung und Sachbeschädigung. Denn: Der Arzt soll auch die Autoreifen eines Kollegen zerstochen haben. Mutmaßliches Motiv: Frust aus enttäuschter Liebe. Denn der liebestolle Mediziner soll Kollegen regelrecht gestalkt haben ("Heute" berichtete).

U-Haft bis 8. Juli

Übrigens: Es liegt der Verdacht nahe, dass der Psychiater in der letzten Zeit mehrmals vergiftete Mehlspeisen in die Anstalt gebracht haben soll. Nur: Dies zu beweisen, scheint schwer bis unmöglich.

Am Montag fand jedenfalls die Haftverhandlung in Korneuburg statt. Die Untersuchungshaft wurde für einen Monat – bis 8. Juli 2020 – verlängert, der junge Mediziner muss somit mindestens ein weiteres Monat sitzen. Für den Psychiater gilt die Unschuldsvermutung.

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