Gingrich triumphiert in South Carolina

Triumph für Newt Gingrich in South Carolina: Nach einer Aufholjagd hat der frühere Chef des US-Repräsentantenhauses die Vorwahl der Republikaner in dem konservativen Südstaat für sich entschieden. Der favorisierte Mitt Romney landete am Samstag (Ortszeit) abgeschlagen auf dem zweiten Platz. Dadurch ist das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der "Grand Old Party" wieder offen. Wer am Ende Präsident Barack Obama bei der Wahl am 6. November herausfordern wird, entscheidet sich möglicherweise erst in Monaten statt in Wochen.

Triumph für Newt Gingrich in South Carolina: Nach einer Aufholjagd hat der frühere Chef des US-Repräsentantenhauses die Vorwahl der Republikaner in dem konservativen Südstaat für sich entschieden. Der favorisierte Mitt Romney landete am Samstag abgeschlagen auf dem zweiten Platz.

Dadurch ist das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der "Grand Old Party" wieder offen. Wer am Ende Präsident Barack Obama bei der Wahl am 6. November herausfordern wird, entscheidet sich möglicherweise erst in Monaten statt in Wochen.

40 Prozent für Gingrich

Nach Auszählung fast aller Stimmen kam der erzkonservative Gingrich Medienberichten zufolge auf 40 Prozent der Stimmen. Romney holte 28 Prozent. An dritter Stelle folgte der ehemalige Senator Rick Santorum mit 18 Prozent und an letzter Stelle der Abgeordnete Ron Paul mit 13 Prozent.

Noch vor wenigen Tagen hatten Meinungsforscher Gingrich abgeschlagen auf dem zweiten Platz gesehen. "Ich danke jedem, der entschieden hat, mit uns gemeinsam Washington zu verändern", sagte der 68-Jährige in seiner Siegesansprache.

Gingrich twittert um Hilfe

Über den Kurznachrichtendienst Twitter bat er um Hilfe, bei der nächsten Vorwahl in Florida einen "K.O.-Schlag" gegen die Kontrahenten zu landen. Romney räumte seine Niederlage schon kurz nach Schließung der Wahllokale ein: "Dies ist ein harter Kampf. Wir müssen noch einen weiten Weg gehen", sagte er.

Der Wirtschaftsfachmann aus Boston war vor Beginn der Vorwahlen klarer Anführer der Umfragen. Allerdings konnte er bisher nur in einem Staat die Abstimmung für sich entscheiden. Ein Sieg des Ex-Gouverneurs und Multimillionärs Romney in South Carolina hätte nach Einschätzung vieler Beobachter eine Vorentscheidung bedeutet.

Rennen bleibt spannend

Bei den drei bisher abgehaltenen Vorwahlen gab es drei verschiedene Gewinner: Santorum trug den Sieg in Iowa davon, Romney in New Hampshire und Gingrich in South Carolina. Ein langer, kräftezehrender Vorwahlkampf bei den Republikanern könnte Obama nützen, weil die republikanischen Kandidaten nun zunächst viel Zeit und Geld dafür verwenden müssen, einander zu bekämpfen.

Romney zu liberal

Gingrich kam in South Carolina offenbar zugute, dass viele konservative Wähler Romney dessen relativ moderaten Ansichten sowie häufigen Positionswechsel übelnehmen. Der von hoher Arbeitslosigkeit gezeichnete Bundesstaat im Süden der USA gilt als Hochburg der religiösen Rechten.

Romney war zuletzt außerdem massiv unter Druck geraten, weil er eingeräumt hatte, prozentual deutlich weniger Steuern zu zahlen als die meisten Normalverdiener in den USA.

Harte Attacken

Dem Urnengang im Süden der USA war eine turbulente Woche vorausgegangen. Bei Fernsehdebatten und in Werbespots hatten einander die verbliebenen Kandidaten hart angegriffen. Zudem hatten der texanische Gouverneur Rick Perry und der ehemalige US-Botschafter in China, Jon Huntsman, aufgegeben und das Feld damit durcheinandergewirbelt.

Die nächste Vorwahl wird am 31. Jänner in Florida abgehalten. Die Republikaner nominieren ihren Präsidentschaftskandidaten offiziell Ende August auf einem nationalen Parteitag, die eigentliche Präsidentenwahl findet Anfang November statt.

Romney in Florida in Führung

In Florida liegt Romney in den Umfragen deutlich in Führung. Außerdem dürfte in dem großen US-Staat Romneys straffer organisiertes und finanziell besser ausgestattetes Wahlkampfteam im Vorteil sein. Seit 1980 konnte sich jedoch bisher jeder Gewinner der republikanischen Vorwahlen in South Carolina letztendlich die Präsidentschaftskandidatur sichern.

APA/red.

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