GIS-Einnahmen des ORF könnten nun einbrechen

Die Werbeerlöse sind rückläufig und auch die Einnahmen aus Rundfunkgebühren machen dem ORF zu schaffen.

Im Jahr 2020 befürchtet der ORF einen Einnahmenausfall zwischen 30 und 70 Millionen Euro, berichtet der "Standard" in Berufung auf unbestätigte Zahlen aus dem Unternehmen. Das fehlende Geld setzt sich aus sinkenden Werbeerlösen und mehr Befreiungen von der GIS-Gebühr zusammen.

Generaldirektor Alexander Wrabetz hat bereits Maßnahmen getroffen: 570 der insgesamt rund 3.000 ORF-Mitarbeiter müssen für drei Monate in Kurzarbeit.

Mehr als eine halbe Million Menschen in Österreich ist arbeitslos. Wie viele davon einen Antrag auf Befreiung von der GIS-Gebühr gestellt haben, will der Gebührenservice des ORF nicht sagen. Die Situation sei im Moment "sehr volatil", so GIS-Geschäftsführer Harald Kräuter zum "Standard".

"Erheblicher Anstieg" erwartet

Aber: Er rechnet mit einem "erheblichen Anstieg" an Befreiungen. Laut dem Manager gab es Ende Februar 39.467 Befreiungen von der GIS-Gebühr wegen Arbeitslosigkeit.

"Wenn wir die Anzahl der derzeit aufgrund von Arbeitslosigkeit gestellten und genehmigten Befreiungen in Bezug zu den erwarteten Arbeitslosenzahlen, die derzeit von den Wirtschaftsforschern prognostiziert werden, stellen, ist von einem erheblichen Anstieg der neu zu erwartenden GIS-Befreiungen aufgrund von Arbeitslosigkeit zu rechnen", zitiert der "Standard" Kräuter.

Die Bilder des Tages

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Good NewsPolitikORFCoronavirus

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen