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Glawischnig vor Ablöse: Irre Spekulationen!

Heute Redaktion
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Wie geht es mit Eva Glawischnig als Grüne Frontfrau weiter?
Wie geht es mit Eva Glawischnig als Grüne Frontfrau weiter?
Bild: Reuters/Reuters

Bei den Grünen geht es nach dem Streit mit der eigenen Parteijugend weiter rund. Chefin Eva Glawischnig erlitt zuletzt einen allergischen Schock. Geht sie jetzt?

Gerüchten zufolge rumort es bei den Grünen mittlerweile so stark, dass erste Spekulationen über die Ablöse von Eva Glawischnig auftauchen. Laut "Standard" wird Lothar Lockl, ehemaliger Pressesprecher und Parteimanager, als potenzieller Nachfolger genannt. Der winkte allerdings noch Mittwoch Abend ab.

Lockl hatte sich zuletzt als Wahlkampfleiter für Alexander Van der Bellen einen Namen gemacht. Gegenüber der ZIB2 sagte er, das sei derzeit kein Thema. Er wolle in der Privatwirtschaft bleiben.

Die ebenfalls in den vergangenen Tagen immer wieder ins Spiel gebrachte Tiroler Parteichefin Ingrid Felipe soll in Tirol bleiben und die nächste Landtagswahl erfolgreich bestreiten. Ebenfalls in der ZIB2 sagte sie am Mittwoch, Glawischnig bleibe Parteichefin. Sie habe mit Lockl und Glawischnig gesprochen, es handle sich bloß um Gerüchte.

Junge Grüne wollen "geordnete Scheidung"

Die Jungen Grünen wollen dagegen weiter gegen die Bundespartei vorgehen. Die von der offiziellen Grünen Studierendenorganisation GRAS abgespaltenen Grünen Studierenden könnten nun doch bundesweit bei der ÖH-Wahl antreten. Daran hatte sich der Streit mit der Bundespartei entzündet, in deren Folge die Jungen Grünen aus der Partei geworfen wurden. Derzeit sammeln sie für ihr Antreten Unterschriften.

Eva Glawischnig (verheiratet mit TV-Moderator Volker Piesczek ist eine österreichische Politikerin aus Kärnten. Seit 1999 ist sie Abgeordnete zum Nationalrat für die Grünen. Von Oktober 2006 bis Oktober 2008 war sie Dritte Nationalratspräsidentin. Anschließend wurde sie Bundessprecherin und Klubobfrau der Grünen.

Den Zustand der Partei und die "Ängstlichkeit des Parteiapparats" habe man unterschätzt, ließen die Jungen Grünen in einer Aussendung wissen. Zwar seien bei den Grünen "viele tolle Leute aktiv", der Parteiführung fehle aber der Mut für die notwendige Öffnung, kritisierte Junge-Grüne-Bundessprecherin Flora Petrik.

Nun gehe es um eine "geordnete Scheidung" von der Partei, es soll "keinen Rosenkrieg" geben. Die veröffentlichten Leitanträge sieht man als Beitrag zur Diskussion darüber, wie die "Demokratie gerettet und der Rechtsruck gestoppt werden kann".

Eva Glawischnig hatte zuletzt auch weiter mit Hasspostern zu kämpfen! (mle)