Am Mittwochmorgen berichtet die Pressestelle der Landespolizeidirektion Tirol über mehrere Waldbrände im Bundesland. Gegen 12.15 Uhr dürfte es aufgrund eines kurz zuvor über das Gebiet ziehenden Gewitter durch einen Blitzschlag zu einem Brandgeschehen in Wildermieming, im Bereich oberhalb der Grießlehen, gekommen sein.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war eine starke Rauchentwicklung zu erkennen. Es standen etwa 150 Einsatzkräfte im Einsatz, wobei die Löscharbeiten bis ca. 20:00 Uhr nur von der Luft aus mittels Helikopter – es standen bis zu 8 Hubschrauber gleichzeitig im Einsatz – erfolgen konnten.
Die Löscharbeiten werden Mittwoch fortgesetzt, wobei geplant ist, dass unter anderem wiederum Hubschrauber zum Einsatz kommen werden. Bislang ergaben sich keine Hinweise auf eine mögliche Brandursache, es wird aber davon ausgegangen, dass das Feuer durch einen Blitzschlag ausgelöst wurde.
Ein weiteres Brandereignis ereignete sich laut Polizei zufolge am Nachmittag auch in Kienburg. Gegen 16.15 Uhr kam es im Bereich des sogenannten Brunnerbergs zu einer Rauchentwicklung bzw. einem Brandereignis. Die Freiwillige Feuerwehr Huben rückte unverzüglich zur Erkundung an den Einsatzort aus.
Bei der ersten Erkundung vor Ort wurde festgestellt, dass ein Wurzelstock sowie eine umliegende Fläche von etwa drei Metern brannten bzw. glimmten. Als Ursache für das Feuer wird ein Blitzeinschlag vermutet, der sich im Zuge eines zuvor durchgezogenen Gewitters ereignet hatte.
Da sich die Brandstelle in einem steilen und schwer zugänglichen Waldstück rund 400 Höhenmeter oberhalb des Tales befand, wurden der Polizeihubschrauber "Libelle Tirol" sowie die Polizeidrohne mit einer Wärmebildkamera zur Lagebeurteilung und Brandbekämpfung angefordert. Die ebenfalls alarmierten Feuerwehr-Flughelfer des Bezirkes Lienz errichteten in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Huben eine Löschwasserleitung, um den Löschwasserbehälter des Hubschraubers zu befüllen.
Aufgrund der durchgeführten Löschflüge konnte gegen 19:30 Uhr schließlich "Brand aus" gemeldet werden. Verletzt wurde durch den Vorfall niemand.
Am Abend kam es dann auch in Breitenbach am Inn zu einem Waldbrand. Gegen 19.45 Uhr meldete ein 36-jähriger Österreicher diesen. Der Brand befand sich in äußerst unzugänglichem Gelände auf etwa 1.300 m, oberhalb von über 50° steilen Felsschrofen, sowie unterhalb des bewaldeten Kühbergs (1.677 m). Aufgrund der Meldung wurde ein großangelegter Löscheinsatz unter Leitung des Bezirksfeuerwehrkommandanten und der FFW Breitenbach im Breitenbacher Ortsteil Schönau gestartet. An diesem Einsatz beteiligt waren Feuerwehrkräfte aus Breitenbach, Kramsach, Radfeld, Landl, Hinterthiersee, Kufstein, Bad Häring, Schwoich, Söll, Ebbs, Unterlangkampfen, sowie die Betriebsfeuerwehr Novartis, die Flughelfer und das BFV Drohnenteam.
Um 21:00 Uhr konnte schließlich der Hubschrauber des Bundesheeres insgesamt vier Löschflüge über dem Brandherd durchführen. Gegen 21:30 Uhr musste der Löscheinsatz wegen der einbrechenden Dunkelheit jedoch vorerst unterbrochen werden, bevor er am 15.07.2026, um 05:00 Uhr, wieder aufgenommen wurde. Laut derzeitigem Erhebungsstand breitete sich der Brand bis in die Nacht hinein auf etwa 900 bis 1000 m² aus. Bislang ergaben sich keine Hinweise auf eine mögliche Brandursache, es wird aber davon ausgegangen, dass das Feuer durch einen Blitzschlag ausgelöst wurde.