Die Südtiroler Landesregierung hat weitreichende Einschränkungen für Motorsportveranstaltungen eingeführt.
Ab sofort dürfen auf zahlreichen Pass- und Bergstraßen keine Rallyes, Bergrennen oder gemeinschaftlich organisierten Touren mehr stattfinden.
Das Verbot betrifft alle Strecken oberhalb von 1.600 Höhenmetern. Zu den gesperrten Routen zählen unter anderem das Stilfser Joch, das Timmelsjoch, der Jaufenpass, das Grödner Joch, das Sellajoch und der Karerpass.
Auch Straßen in den Dolomiten, im Gadertal, im Sarntal sowie in Naturparks sind betroffen. Die Behörden können das Verbot auf weitere Abschnitte ausweiten, falls es die Sicherheit oder der Straßenzustand erfordert.
Wie t-online berichtet, sind von der Regelung nicht nur klassische Wettbewerbe mit Zeitnahme oder Ranglisten betroffen. Auch organisierte Ausfahrten ohne Zeitmessung, aber mit vorheriger Planung, Bewerbung oder koordinierter Teilnahme, fallen unter das Verbot.
Das neue Gesetz unterscheidet nicht nach Antriebsart: Autos, Motorräder, Kleinkrafträder, landwirtschaftliche Fahrzeuge sowie Oldtimer und Sammlerfahrzeuge sind gleichermaßen betroffen. Auch Gleichmäßigkeitsfahrten gelten als Motorsport, wenn Zeitvorgaben oder Wertungen eine Rolle spielen.
Die Südtiroler Landesregierung will mit dem Verbot die Natur schützen, den Verkehrsfluss sichern und die Verkehrssicherheit erhöhen. Besonders die Dolomiten als UNESCO-Welterbe sowie die Naturparks sollen dauerhaft entlastet werden.
Für den normalen Straßenverkehr ändert sich nichts: Private Fahrten und Urlaubsreisen sind weiterhin erlaubt.
Bereits genehmigte Veranstaltungen behalten ihre Gültigkeit. Wer ohne Erlaubnis gegen die neuen Regeln verstößt, muss laut Südtiroler Landesgesetz mit Anzeigen und Strafen rechnen.