Marco Bezzecchi steht beim Grand Prix von Brünn nicht am Start. Der WM-Führende der MotoGP wurde am Samstagabend von den Stewards ausgeschlossen – nach einem heftigen Zwischenfall mit einem Streckenposten.
Der MotoGP-Star war im Sprint zwei Runden vor Schluss in Kurve 3 gestürzt. Sein Motorrad lag im Kiesbett, mehrere Sportwarte waren bereits dabei, die Maschine zu bergen. Bezzecchi rannte nach seinem Crash zur Unfallstelle zurück und wollte offenbar unbedingt wieder an sein Bike.
Dann eskalierte die Situation. Der Italiener versuchte sich Platz zu verschaffen, schubste zunächst einen der Marshals leicht zur Seite. Als dieser weiter mit ihm sprach, schlug Bezzecchi ihm ins Gesicht und weil das nicht reichte, wenige Sekunden später gleich noch einmal. Danach stürmte der frustrierte MotoGP-Star davon.
Videos des Vorfalls machten kurz darauf in den sozialen Medien die Runde. In solchen Situationen müssen Fahrer den Anweisungen der Marshals folgen, sie dürfen die Arbeit der Helfer nicht behindern. Die Rennkommissare reagierten noch am Abend. Um 19.50 Uhr wurde die Entscheidung verschickt. Darin heißt es: "Gemäß Artikel 3.8 des FIM Grand Prix Weltmeisterschafts-Reglements bestätigen wir unsere Entscheidung im Rahmen einer Anhörung."
Weiter führten die Stewards aus: "Am 20. Juni 2026 um 16:07:41 während des MotoGP-Sprints in Tschechien haben Sie nach einem Sturz Sportwarte geschubst und geschlagen, die versuchten, Ihr Motorrad zu bergen." Für Bezzecchi hat der Ausraster nun schwere Folgen. Der WM-Leader verpasst den Grand Prix von Brünn – und leistet sich im Titelrennen einen bitteren Ausrutscher.