Wer in den vergangenen Wochen über kühle Temperaturen und häufige Regenschauer geklagt hat, muss sich nun auf das genaue Gegenteil einstellen. Die Wetterlage in Österreich stellt sich grundlegend um.
Bereits in den nächsten Tagen strömt immer wärmere Luft aus dem Süden nach Mitteleuropa. Verantwortlich dafür ist ein kräftiges Hochdruckgebiet, das sich zunehmend über weiten Teilen Europas festsetzt. Die Folge: viel Sonnenschein und ein deutlicher Temperaturanstieg.
Schon am kommenden Wochenende werden vor allem im Osten des Landes hochsommerliche Werte erwartet. In Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und Teilen der Steiermark könnten die Temperaturen auf 33 bis 36 Grad steigen.
Dabei fällt die Wetterwende besonders deutlich aus. Laut den Meteorologen von Ubimet lagen die Temperaturen in Österreich bisher etwa ein Grad unter dem langjährigen Durchschnitt. Gleichzeitig fiel in mehreren Regionen bereits zur Monatsmitte so viel Regen wie sonst im gesamten Juni.
Nun dreht die Wetterlage aber komplett. In weiten Teilen Österreichs werden Höchstwerte von mehr als 30 Grad erwartet. Besonders belastend könnte dabei werden, dass die Nächte vielerorts kaum noch Abkühlung bringen. Vor allem in den Städten dürften die Temperaturen oft über der 20-Grad-Marke bleiben. Solche Tropennächte erschweren dem Körper die Erholung von der Tageshitze.
Nach aktuellem Stand könnte die Hitze nicht nur einige Tage, sondern rund zwei Wochen anhalten. Mehrere Wettermodelle gehen von einer stabilen Hochdrucklage aus, die heiße Luft über Mitteleuropa festhält.
Besonders spannend wird deshalb der Blick auf die letzten Tage des Monats. Rund um den 29. Juni sehen einzelne Modellrechnungen in den heißesten Regionen Österreichs Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke. Verbreitet könnten in Ostösterreich Werte zwischen 37 und 39 Grad erreicht werden.
Noch handelt es sich dabei allerdings nicht um eine gesicherte Prognose. Meteorologen weisen darauf hin, dass langfristige Vorhersagen naturgemäß mit größeren Unsicherheiten verbunden sind. Die aktuellen Berechnungen sprechen aber für außergewöhnlich hohe Temperaturen.
Mit der zunehmenden Hitze steigt auch die Gefahr kräftiger Gewitter. Vor allem entlang der Alpen und im Bergland können sich lokal heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen entwickeln. Eine nachhaltige Abkühlung ist dadurch aber vorerst nicht zu erwarten.
Erst zu Beginn des Juli deuten die Wettermodelle auf eine leichte Entspannung hin. Atlantische Tiefdruckgebiete könnten dann etwas kühlere Luft nach Österreich bringen. Von einer echten Abkühlung kann allerdings keine Rede sein.