GO Sharing startet in Wien: Das neue E-Moped im Test

"Heute"-Redakteurin Isabella Kubicek testete das neue E-Moped.
"Heute"-Redakteurin Isabella Kubicek testete das neue E-Moped.Helmut Graf
Das niederländische Unternehmen "GO Sharing" stationiert ab Gründonnerstag 200 E-Mopeds in Wien. "Heute" hat das Elektro-Zweirad vorab getestet.

In den Niederlanden sind die grünen Flitzer in 25 Städten unterwegs. Ab 1. April können Kunden die knallgrünen Mopeds auch in Wien buchen. Die österreichische Bundeshauptstadt ist damit die erste Stadt außerhalb der Niederlande, auf die "GO Sharing" seinen Aktionsradius ausweitet.

Zum Start am Gründonnerstag stehen 200 Mopeds innerhalb des Gürtels bereit. Langfristig soll die Elektro-Flotte auf 500 Stück aufgestockt werden. Jeder, der einen gültigen Führerschein (AM oder B) besitzt, kann das Angebot nutzen.

Gebucht wird über die "GO Sharing App" (im App Store oder Play Store verfügbar). Vor der ersten Fahrt muss der Führerschein hochgeladen werden. Nach Prüfung, wird der Account freigeschalten. Das Tragen eines Helms ist Pflicht. Jedes Zweirad ist mit zwei Helmen und Haarnetzen ausgestattet. Die Bedienung des Mopeds ist kinderleicht und stellt auch für Anfänger keine  Herausforderung dar. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde geht's durch die Stadt. Dank Elektroantrieb bewegt sich das Fahrzeug beinahe geräuschlos durch die Straßen. Sowohl in der App als auch am Roller selbst wird der Akkustand angezeigt. Mit der Batterie kann man ca. 70 Kilometer fahren. Neigt er sich dem Ende zu, wird das Gerät von sogenannten "Power Rangers" abgeholt und neu aufgeladen. Abgestellt kann das Fahrzeug vorerst nur in den inneren Bezirken.

Die Sharing-Mopeds sind rund um die Uhr zu einem Preis zwischen 0,23 und 0,29 Euro pro Minute verfügbar. "Kauft man ein größeres Paket an Fahrminuten, sinkt damit der Fahrpreis pro Minute", erklärt David Jauernik, Austria Manager von GO Sharing, im Gespräch mit "Heute".

David Jauernik, Austria Manager von GO Sharing, bringt die grünen E-Mopeds nach Wien.
David Jauernik, Austria Manager von GO Sharing, bringt die grünen E-Mopeds nach Wien.Helmut Graf

App-Entwickler kommt aus Wien

Den Sprung nach Wien begründet das Unternehmen damit, dass zu einem das Wiener Softwareunternehmen goUrban für die Entwicklung der App verantwortlich ist. Und zum anderen, weil sich Wien laut Anbieter "durch sein hohes Verkehrsaufkommen und seinen steten Mangel an Parkplätzen für ein Sharing-Modell anbietet".

"Unser erklärtes Ziel ist es, schnelle, flexible, schadstoffarme Fortbewegungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen und eine gesündere urbane Umwelt zu fördern", erklärt David Jauernik. Er bittet seine Kunden, die E-Mopeds nur unter Einhaltung der geltenden Corona-Maßnahmen zu nutzen. "Wir wollen die Wienerinnen und Wiener, aber auch alle Menschen, die in der Stadt zu Besuch sind, aktiv dazu anregen, sich für nachhaltige Verkehrsmittel zu entscheiden. Angetrieben werden unsere E-Mopeds übrigens mit Wiener Strom – Wien Energie ist einer von vielen regionalen Kooperationspartnern von GO Sharing in Österreich."

Das Unternehmen "GO Sharing" wurde 2019 von drei Jungunternehmern gegründet, darunter CEO Raymon Pouwels. "Wir möchten den Mentalitätswechsel vom persönlichen Besitz zur gemeinsamen Nutzung herbeiführen", wird Pouwels in einer Aussendung zitiert. "Indem wir elektrische Sharing-Fahrzeuge als nachhaltige Lösung anbieten, können wir gemeinsam mit der GO Community Kohlenstoffemissionen und Verkehrsstaus in Wien reduzieren und den Zuwachs an Parkplätzen eindämmen." Motto des Unternehmen: "Ein grüner und mobiler Planet für alle".

E-Roller zum Mieten bietet übrigens auch der ÖAMTC an, die easy way-Flotte befindet sich allerdings noch in Winterpause.

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