Der Gold-Boom geht nahezu unaufhörlich weiter. Gold kletterte auf einen neuen Höchststand. Der Preis liegt nun bei fast 4600 US-Dollar pro Feinunze. Laut Beobachtern sind vor allem die angespannte Lage im Iran und die Diskussionen rund um die Unabhängigkeit der US-Notenbank dafür verantwortlich, dass Anleger wieder verstärkt auf Gold setzen.
Das glänzende Edelmetall baut damit sein Kursplus im laufenden Jahr auf satte sechs Prozent aus. Schon im Vorjahr zählte Gold zu den begehrtesten Anlageformen überhaupt – der Preis stieg um 65 Prozent, so stark wie seit 1979 nicht mehr. Silber legte sogar noch mehr zu, nämlich fast 150 Prozent. Am Montag kostete eine Unze Silber 83,45 Dollar, das ist ein Plus von viereinhalb Prozent und liegt nur noch knapp unter dem bisherigen Rekordwert von Ende 2025.
Händler führen den Preissprung bei Gold und Silber vor allem auf die Krisenstimmung im Iran zurück. Laut 20 Minuten sorgen sich Experten aber auch zunehmend um die politische Unabhängigkeit der US-Notenbank.
Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und Notenbank-Chef Jerome Powell spitzt sich zu. Powell wehrt sich gegen strafrechtliche Ermittlungen und eine drohende Anklage – er spricht von einem Versuch, die Arbeit der Federal Reserve (Fed) zu beeinflussen. Das US-Justizministerium hat der Fed Vorladungen zugestellt und mit Anklage gedroht.
Powell soll bei der Sanierung von Zentralbank-Gebäuden in Washington vor dem Senat falsche Angaben gemacht haben, so der Vorwurf. Der Fed-Chef selbst hält das für einen Vorwand: "Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird."
Gerade in unsicheren Zeiten schieben viele Anleger ihr Geld in Edelmetalle wie Gold. Sie gelten als sicherer Hafen. Silber spielt zusätzlich eine wichtige Rolle als Industriemetall – etwa in der Energiebranche, bei Robotik und Anwendungen rund um künstliche Intelligenz.