Die Wohnkosten in Österreich sind zwischen 2015 und dem 3. Quartal 2025 durch die Decke gegangen. Konkret blättern wir hierzulande mittlerweile für Mieten um 48 Prozent mehr hin, die Preise für Häuser sind um 70 Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine eben veröffentlichte Auswertung der EU-Statistikbehörde Eurostat.
Damit rangiert Österreich massiv über dem EU-Schnitt von +21 Prozent (Mieten) bzw. +64 Prozent (Häuser) sowie über dem Eurozonen-Mittel (+19 Prozent bzw. +55 Prozent).
Allerdings ist die Kostenbelastung in anderen Mitgliedsländern noch erheblich stärker gestiegen. Top bei der Mietpreis-Entwicklung ist demnach Ungarn mit +107 Prozent, gefolgt von Litauen (+85 Prozent), Slowenien (+76 Prozent), Polen (+75 Prozent) und Irland (+74 Prozent).
Am anderen Ende der Skala rangieren Spanien (+14 Prozent), Italien (+13 Prozent) und Frankreich (+10 Prozent). Selbst Deutschland steht mit +18 Prozent deutlich besser als Österreich da.
Auch bei den Hauspreisen müssen die Ungarn mit +275 Prozent die größte Preissteigerung stemmen. Ebenfalls im Spitzenfeld liegen Portugal (+169 Prozent), Litauen (+162 Prozent), Bulgarien (+156 Prozent) und Tschechien (+149 Prozent).
Vergleichsweise leistbar sind hingegen Häuser in Schweden (+34 Prozent), Frankreich (+29 Prozent) und Italien (+17 Prozent) geblieben. In Finnland wurden sie – ein Ausnahmefall in der EU – sogar um zwei Prozent günstiger.