Der österreichische Immobilienmarkt dürfte 2026 laut aktueller RE/MAX-Studie wieder spürbar teurer werden. Erwartet wird bundesweit ein durchschnittlicher Preisanstieg über alle 17 untersuchten Segmente hinweg von 3,4 Prozent, also in etwa auf Höhe der Inflation.
Bei Eigentumswohnungen zeigt die Prognose im Österreich-Schnitt ein klares Gefälle nach Lage. In zentralen Lagen sollen die Kaufpreise um +3,5 Prozent steigen, am Stadtrand um +2,9 Prozent und in Landgemeinden um +2,3 Prozent. Mietwohnungen mit freier Mietzinsbildung verteuern sich laut Prognose stärker als Kaufobjekte: +4,0 Prozent im Zentrum, +3,4 Prozent am Stadtrand und +2,7 Prozent am Land.
Auch Einfamilienhäuser stehen laut Studie vor einem Comeback bei den Preisen. Nach nahezu stagnierenden Werten im Jahr 2025 wird für 2026 in Siedlungslagen im Länder-Mittel ein Plus von 3,0 Prozent erwartet. Wohnobjekte in Einzellagen sollen um +3,4 Prozent teurer werden, Wochenendhäuser um +2,5 Prozent. Baugrundstücke könnten sich um +3,5 Prozent verteuern.
Im Bereich der Gewerbeimmobilien geht die Prognose erstmals seit Jahren wieder durchgehend von steigenden Preisen aus. Erwartet werden +3,0 Prozent bei Betriebsgrundstücken, +2,8 Prozent bei Betriebs- und Gewerbeobjekten, +3,9 Prozent bei Ladenlokalen und +3,2 Prozent bei Büroflächen.
Ebenfalls preislich klar nach oben geht’s laut RE/MAX-Prognose bei Penthouses, Lofts und Maisonetten (+2,6 Prozent), bei land- und forstwirtschaftlichen Flächen (+2,7 Prozent) sowie bei Stadt- und Zinshäusern (+2,5 Prozent).
Auf Länderebene fallen die prognostizierten Preissteigerungen unterschiedlich aus. Wien liegt mit im Schnitt +4,2 Prozent an der Spitze, gefolgt von Niederösterreich (+4,0 Prozent) und Tirol (+3,7 Prozent). In der Steiermark werden +3,5 Prozent, in Oberösterreich +3,0 Prozent und in Kärnten +2,9 Prozent erwartet. Vorarlberg kommt auf +2,2 Prozent und das Burgenland auf +2,0 Prozent, Salzburg bildet mit +1,5 Prozent das Schlusslicht.
Bei den Mieten rechnet die Prognose vor allem in den Städten mit weiteren Anstiegen. In Wien sollen frei vereinbarte Mieten um +4,6 Prozent in zentralen Lagen und um +3,8 Prozent am Stadtrand steigen. Tirol liegt mit +4,3 Prozent ebenfalls deutlich über dem Schnitt. In Niederösterreich werden +4,4 Prozent in Zentrumslagen prognostiziert, in Oberösterreich +3,8 Prozent, in der Steiermark +3,2 Prozent. Deutlich schwächer fällt die Prognose im Burgenland mit +1,8 Prozent in Toplagen aus.
Auch bei Einfamilienhäusern zeigen alle Bundesländer laut Studie nach oben. Die stärksten Anstiege werden in Niederösterreich mit +3,6 Prozent, Tirol mit +3,3 Prozent und Wien mit +3,2 Prozent erwartet. In Oberösterreich liegt die Prognose bei +3,1 Prozent, in Salzburg bei +2,0 Prozent, im Burgenland bei +2,1 Prozent.