Bei Mietwohnungen

Plus 41 %: In diesen Bezirken explodieren Mietpreise

In Wien stiegen die Preise für Mietwohnungen um 10 % auf durchschnittlich 21 Euro pro Quadratmeter. In einem Bezirk lag die Erhöhung sogar bei 41 %!
Wien Heute
25.11.2025, 11:42
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Wer derzeit eine neue Wohnung sucht, weiß: Die Mieten sind auf einem Rekordhoch. Laut einer Datenanalyse von ImmoScout24, für die rund 180.000 Inserate für befristete Wohnungen ausgewertet wurden, sind sie heuer österreichweit um sechs Prozent gestiegen und liegen aktuell durchschnittlich bei 15,2 Euro pro Quadratmeter. Die größte Preiszunahme mit zehn Prozent gibt es aber in Oberösterreich und Wien.

In der Bundeshauptstadt liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bereits bei 21 Euro – für eine 70-Quadratmeter-Wohnung müssen Mieter bereits 1.471 Euro hinblättern. Besonders stark legten die Preise in innerstädtischen und zentrumsnahen Lagen zu. Rund 70 Prozent der aktuell angebotenen Mietwohnungen sind zudem befristet.

26 Euro pro Quadratmeter in Neubau

Den kräftigsten Anstieg verzeichnete der 7. Bezirk (Neubau) mit einem Plus von 41 Prozent (!) auf nun 26,3 Euro pro Quadratmeter. Auch der 20. Bezirk (Brigittenau) mit plus 25 Prozent sowie der 3. Bezirk (Landstraße) mit plus 23 Prozent gehören zu den Hotspots des Preisanstiegs. Deutlich über dem städtischen Durchschnitt mit plus 22 Prozent lagen zudem Hietzing (23,3 Euro/Quadratmeter) und Hernals (21,3 Euro/Quadratmeter).

Die Mietpreise der Bezirke 1 bis 11
Getty Images, ImmoScout24

"Jeder Bezirk erzählt eine eigene Geschichte. Deutliche Sprünge im Durchschnittspreis sind oft auf einzelne hochpreisige Bauprojekte zurückzuführen. Das bedeutet nicht, dass die günstigeren Wohnungen in diesen Bezirken verschwunden sind, zeigt aber dennoch die Realität auf, mit der Suchende heute konfrontiert sind", erläutert Markus Dejmek, Geschäftsführer von ImmoScout24 Österreich.

Mietpreise in Donaustadt gesunken

Moderatere Zuwächse verzeichneten unter anderem der 4. Bezirk (Wieden) mit 12 Prozent, der 12. Bezirk (Meidling) mit 13 Prozent sowie der 19. Bezirk (Döbling) mit plus zehn Prozent. Stabile Preise zeigten Floridsdorf (kein Plus) und Penzing (plus 2 Prozent).

In zwei Bezirken gingen die Angebotspreise sogar leicht zurück: So lagen die Quadratmeterpreise im 9. Bezirk (Alsergrund) um ein Prozent unter dem Vorjahreswert (20,3 Euro/Quadratmeter). Im 22. Bezirk (Donaustadt) sanken die Mieten um fünf Prozent auf 20,6 Euro pro Quadratmeter.

Preise der Bezirke 12 bis 23
Getty Images, ImmoScout24

Nachfrage bleibt hoch

2025 zählen nur noch fünf Wiener Bezirke zu jener Gruppe, in der die Mieten unter 20 Euro pro Quadratmeter liegen. Dazu zählen Favoriten mit 19,3 Euro pro Quadratmeter, Simmering mit 18,5 Euro pro Quadratmeter, Rudolfsheim-Fünfhaus mit 17,1 Euro pro Quadratmeter, Floridsdorf mit 18,4 Euro pro Quadratmeter sowie Liesing mit 18,3 Euro pro Quadratmeter.

Laut dem Experten hat sich die Nachfrage im laufenden Jahr auf hohem Niveau stabilisiert. Gleichzeitig ist auch das Angebot nur mehr leicht weiter gesunken: "2024 war das Jahr dramatischer Veränderungen am Markt hin zur Miete, 2025 ist das Jahr der Stabilisierung im neuen Normalzustand. Die Nachfrage nach Mietwohnungen bleibt hoch, das Angebot schrumpft immerhin nicht weiter, sondern scheint vorübergehend eine Talsohle erreicht zu haben", so Dejmek.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 25.11.2025, 11:52, 25.11.2025, 11:42
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