Zustände im Gemeindebau

"Die Hölle" – Mieter klagt über Müll und Lift-Pinkler

Müll und Sachbeschädigungen – Martin K. verzweifelt an den Zuständen im Meidlinger Gemeindebau. Wiener Wohnen verweist auf laufende Einsätze.
Hannah  Maier
19.11.2025, 07:15
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Müllberge im Stiegenhaus, ein stinkender Aufzug, kaputte Türen und Wände voller Schmierereien – so schildert ein Bewohner die Zustände im Gemeindebau in der Zanaschkagasse 12 in Wien-Meidling.

"Ich hab die Wohnung vergangenes Jahr im Juni bekommen – aber hier zu leben ist die Hölle", erzählt Martin S. (Name geändert) gegenüber "Heute".

Lärm, Müll, Lift kaputt und angepinkelt

Der Wiener bekam die Wohnung aus gesundheitlichen Gründen. Was ihn dort erwartet hat, habe er sich nie vorstellen können: "Im Aufzug wird gepinkelt, die Wände sind beschmutzt, es stinkt durch die ganzen Gänge. Der Lift geht jede Woche zweimal kaputt – und niemand tut etwas dagegen." Besonders die Silvesternacht Anfang des Jahres war schlimm, aber auch nach Wochenenden oder Feiertagen komme es vermehrt zu Verschmutzung und Vandalismus.

"Ich habe Angst, dass mir etwas passiert"

Mehrmals habe Martin bei Wiener Wohnen angerufen und um Hilfe gebeten – ohne Erfolg.
"Ich bekomme nur Ausreden. Es heißt immer: 'Wir wissen nicht, wer schuld ist.' Aber das Problem ist jeden Tag da."

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Besonders schlimm: Der Wiener berichtet, dass er und seine Freundin im Aufzug von Nachbarn bedroht wurden. Seitdem ist er in psychologischer Betreuung. "Ich habe Angst, dass mir etwas passiert. Ich will einfach nur in Ruhe leben – aber das geht hier nicht", sagt er.

"Schöpfen alle Möglichkeiten aus"

In der Wohnanlage gibt es allgemein zugängliche Einrichtungen wie eine Schule, Ärzte und Geschäfte. Das Areal wird also von vielen Menschen frequentiert, die nicht dort wohnen – und das stellt Wiener Wohnen vor zusätzliche Herausforderungen.

"Wir schöpfen all unsere personellen und finanziellen Möglichkeiten aus, die Wohnhausanlagen der Gemeinde sauber und ordentlich zu halten", so Wiener Wohnen auf "Heute"-Nachfrage. Nach Wochenenden, Feiertagen oder Feierlichkeiten seien häufiger Verunreinigungen zu bemerken, da die Hausbetreuung erst an den folgenden Werktagen ihrer Arbeit nachgehe, wird erklärt.

Ordnungsberater verstärkt im Einsatz

Mitarbeiter der Hausbetreuung seien intensiv im Einsatz, um die Wohnhausanlage sauber zu halten. Zusätzlich durchstreifen Ordnungsberater die Anlage in besonders dichten Intervallen. "Stellen sie Verunreinigungen oder Sperrmüllablagerungen fest, wird eine Sonderreinigung veranlasst. Zusätzlich klären sie Bewohner über das Reinhaltegesetz und die Hausordnung auf und stellen auch Organstrafmandate aus", erklärt Wiener Wohnen.

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