Ärger mit Wiener Wohnen

Pensionist soll für Batterietausch 172 Euro zahlen

Nach einem simplen Batterietausch an der Therme flatterte dem Mieter eine saftige Rechnung von Wiener Wohnen ins Haus.
Hannah  Maier
09.11.2025, 16:38
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Der Durchlauferhitzer bereitete Hans L. (Name von der Redaktion geändert) schon seit einiger Zeit Sorgen. Immer wieder blinkte die Kontrollleuchte auf. "Bei Gas bin ich vorsichtig", sagt der 71-Jährige. Deshalb wandte er sich an Wiener Wohnen – die Hausverwaltung reagierte prompt und schickte einen Installateur vorbei. Doch dass der Einsatz am Ende so teuer werden würde, damit hatte der Wiener nicht gerechnet.

Mieter wird zur Kasse gebeten

"Der Installateur war nicht länger als fünf Minuten vor Ort. Er kam ohne Werkzeug, meinte, er wüsste schon, wo das Problem liegt und wechselte eine Batterie aus. Dann ist er gegangen", schildert Hans. Tatsächlich handelte es sich nämlich um keinen Defekt der Therme und das Problem war mit dem Wechsel der Batterie erledigt.

Doch nur wenige Tage später landete eine Rechnung des Installateurs im Briefkasten des Pensionisten. 172 Euro soll Hans bezahlen – der Betrag wurde bereits mit der letzten Miete von seinem Konto abgebucht.

Wiener verärgert: "Das ist ein Wahnsinn"

"Ich habe mich an Beratungsstellen gewandt und die haben mir alle bestätigt, dass Reparaturkosten vom Vermieter getragen werden", erzählt Hans. Zahlreiche Telefonate und Gespräche mit Wiener Wohnen blieben ohne Ergebnis.

Wiener Wohnen erklärt

Wiener Wohnen erklärt auf "Heute"-Nachfrage, dass Wartungskosten – dazu zähle auch der Batterietausch – in den eigenen Verantwortungsbereich fallen würden und die entsprechenden Kosten vom Mieter selbst zu tragen seien. "Die entstandenen Kosten werden im Einklang mit dem österreichischen Mietrechtsgesetz dem Mieter angelastet", heißt es.

"Der Installateur wurde von Wiener Wohnen beauftragt und nicht von mir. Wenn ich Reparaturen selbst zahlen muss, dann will ich mir die Firma auch selbst aussuchen und den Preis verhandeln", meint der Wiener. Hans überlegt nun, rechtliche Schritte gegen Wiener Wohnen einzuleiten.

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