Im September 2024 erschien sein erstes Buch "Was ist los in unseren Schulen?", knapp ein Jahr danach legt Mittelschul-Direktor Christian Klar (63) nun mit "Wie retten wir die Zukunft unserer Kinder?" (Seifert Verlag, 24 Euro) nach – "Heute" berichtete.
Der Schulleiter der Franz Jonas Europaschule in Floridsdorf versucht darin, Alltagssituationen zu beschreiben und konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Situation an Schulen zu machen. Behandelt werden Themen wie Gewalt in der Schule, Migration und Integration, Religion und die Islamisierung an den Schulen.
"Im Mittelpunkt stehen Situationsbeschreibungen, aber die Kernbotschaft lautet: 'Wir müssen eine Haltung entwickeln'. Unsere westliche Kultur muss erhalten bleiben", meint Klar im Gespräch mit "Heute". Der Wiener spricht im Buch von einem "Kultur- und Religionskampf" im Klassenzimmer und appelliert an die Durchsetzung des Kopftuchverbots in der Schule.
"Insbesondere wird auch der Druck auf muslimische Mädchen, die nicht so gekleidet sein wollen, immer größer, sich auch so anzuziehen, um sich als Muslimin von den Ungläubigen zu unterscheiden", berichtet Klar im Buch. Dass die Islamisierung auch österreichische Schüler betrifft, zeigt der Direktor mit einem sehr deutlichen Beispiel.
Erzählt wird die wahre Geschichte von Carmen (13), die als sehr gute Schülerin an einer Mittelschule gilt. Eines Tages trifft sie ihre katholische Religionslehrerin in einem Einkaufszentrum. Die 13-Jährige trägt, so wie ihre Freundin, eine Abaya (bodenlanges, langärmeliges Kleid, Anm.) und einen Hijab – es ist also nur das Gesicht erkennbar.
"Dies ist für die Lehrerin befremdlich, da Carmen Christin ist und aus einer religiösen Familie kommt. Die Lehrerin informiert den Klassenvorstand, allerdings passiert in der Schule nichts weiter. Daher entschließt sie sich, ein Gespräch mit Carmen zu führen und in weiterer Folge auch ihre Eltern zu informieren. Diese reagieren schnell und suchen das Gespräch mit der Schule und in weiterer Folge auch mit dem Jugendamt", heißt es im Buch.
Auch ein Beratungsgespräch mit einer für Extremismus zuständigen Stelle findet statt. Dort kommt man allerdings zu dem Schluss, dass keine Gefahr besteht und keine weiteren Maßnahmen notwendig sind.
Als muslimische Mitschülerinnen stolz erzählen, dass Carmen bereits zum Islam konvertiert sei, gibt es keine weitere Intervention. Carmen bestätigt auf Nachfrage ihre Konversion: "Die Eltern sind unglücklich, sie haben ihre Tochter verloren. Carmen möchte mit Ungläubigen so wenig wie möglich zu tun haben", wird im Buch berichtet.
Für Direktor Klar ist klar: "Ich fordere dringend, die Schule ganz klar als religionsneutralen Raum zu definieren. Unabhängig von der Religionszugehörigkeit gelten für alle in Österreich lebenden Menschen die Grundwerte unserer liberalen, demokratischen und sozialen Gesellschaft, die sich in Europa aus dem Christentum entwickelt haben."