Ausgebremst in Floridsdorf

Steirer für Tschechen gehalten, Finger fast abgebissen

Ein Überholmanöver in Wien eskalierte im Sommer in Floridsdorf völlig – zwei Wiener und ein Steirer gerieten sich in die Haare – nun war Prozess!
Thomas Peterthalner
19.11.2025, 05:30
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Was mit einem riskanten Fahrmanöver begann, endete im Sommer in der Brünner Straße in Wien-Floridsdorf mit einer handfesten Schlägerei mitten auf der Straße. Ein 63-Jähriger soll am 6. Juli 2025 ein Auto mit tschechischem Kennzeichen mit einem abrupten Bremsmanöver gestoppt haben – ohne verkehrsbedingten Grund.

Falsche Fährte wegen tschechischer Nummer

Zuvor soll ihn das Auto beim Überholen geschnitten haben. Der Wiener stieg auf der Fahrbahn aus, beschimpfte den Lenker wegen des tschechischen Kennzeichens. Doch am Lenker saß ein waschechter Steirer (59), der in Tschechien einen Wohnsitz hat. Die Situation eskalierte sofort – und hatte nun ein unangenehmes Nachspiel wegen Körperverletzung am Wiener Landl.

Frau von Lenker zu Boden getreten

Zuerst soll der 63-Jährige die Frau seines Kontrahenten mit einem kräftigen Tritt zu Boden befördert haben. Sie erlitt laut den Ermittlern Hämatome am rechten Fuß. Dann gingen der 63-Jährige und sein Beifahrer (34) laut Anklage gemeinsam auf den Steirer los. Mit Fäusten, Tritten und einem nicht näher bestimmbaren Gegenstand schlugen sie angeblich auf ihn ein. Das Ergebnis: Hämatome, blutige Striemen, Schürfwunden – sogar eine blutende Kopfwunde.

Mann in Finger gebissen

Das Opfer wehrte sich heftig. Er biss den 34-Jährigen kräftig in den Finger, kratzte ihn im Gesicht, am Hals und am Oberkörper. Dann soll er ihn mit einem Gürtel ins Gesicht geschlagen haben. Auch der 63-Jährige soll von ihm getreten und geschlagen worden sein. Beide Männer trugen laut Angaben Hämatome und Schürfwunden davon. "Ich musste meine Frau verteidigen", so der 59-Jährige vor Gericht. "Das ist meine Pflicht!"

Erhitzte Gemüter abgekühlt

Im Gerichtsaal hatten sich die Gemüter nach dem heißen Streit auf der Straße sichtlich abgekühlt. "Alle entschuldigten sich", erklärte Star-Verteidigerin Astrid Wagner, die den Steirer vertrat. Glimpflicher Ausgang: Weil nicht klar war, wer den Streit begonnen hatte, setzte es für alle drei Angeklagten Freisprüche – bereits rechtskräftig!

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