Flug wegen Zug fast verpasst

Rucksack von Wienerin rettet Salzburgerin Afrika-Reise

Fast hätte eine Salzburgerin ihren Traumurlaub verpasst – doch eine Wienerin und ihr Rucksack retteten die Reise nach Südafrika.
Christian Tomsits
19.11.2025, 06:15
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Glückliches Ende einer Anreise-Odyssee zum Wiener Airport mit der ÖBB – der langersehnte Safari-Trip von Anita (46) aus Salzburg hätte noch vor Abflug in Wien-Schwechat haarscharf in einem Desaster geendet.

Die 46-jährige Krankenpflegerin wollte am 26. Oktober um 17:07 Uhr aus Salzburg losfahren, hatte sich eine Ankunft am Airport um 19.57 Uhr mit mehr als zwei Stunden Puffer eingeplant, um ihren Flieger nach Südafrika samt Koffer-Aufgabe gemütlich zu erreichen. Falsch gedacht: Bereits in Salzburg gab es Probleme und vierzig Minuten Verspätung wegen einer Zug-Garnitur aus München.

Jetzt Leserreporter werden.

Für jedes Foto in "Heute" oder jedes Video auf "Heute.at" gibt es 50 Euro.So geht's

Langsam nahm das Bahn-Drama Fahrt auf: Die Reisende bat nervös den Schaffner, die Verspätung doch am Flughafen-Schalter einzumelden, damit der länger offen hält – vergeblich: nicht sein Job. Am Wiener Hauptbahnhof dann die nächste Hiobsbotschaft: Wegen der Verspätung (!) wird der Zug plötzlich nicht mehr bis zum Flughafen geführt, die Passagierin müsse sich selbst um den Anschluss kümmern.

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig!Mail an uns

Da hatte eine aufmerksame Mitreisende (59) die rettende Idee: Die Wienerin opferte kurzerhand ihren praktischen Designer-Rucksack von "Hēdonē Berlin", damit die Salzburgerin darin rasch das Nötigste für ihren Trip verstauen könne. Auf den riesigen Reise-Koffer würde die 59-Jährige bis zur Rückreise der Salzburgerin aufpassen.

Gesagt, getan: Weitere Passagiere halfen der verzweifelten Urlauberin beim Umschlichten, mit dem Rucksack der Wienerin hastete sie zum nächsten Zug. Tatsächlich schaffte sie es noch vor Abflug durch die Sicherheitskontrolle und zum Gate, durfte noch ins Flugzeug flitzen – schweißgebadet, aber überglücklich trat sie ihre Reise an.

Kürzlich kehrte sie aus Afrika heim, Safari und Wandertrips verliefen traumhaft. Noch am Rückreisetag traf die Salzburgerin in Wien ihre Rucksack-Retterin auf einen Kaffee und zur Kofferübergabe wieder. Aus zwei Fremden wurden Freundinnen. Die Frauen teilen nun ihre Kennenlerngeschichte, um zu zeigen: Manchmal braucht es nur ein bisschen Mut und spontane Hilfsbereitschaft, um ein kleines Alltagswunder zu ermöglichen…

{title && {title} } ct, {title && {title} } Akt. 19.11.2025, 08:36, 19.11.2025, 06:15
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen