Jungtiere misshandelt

Tierquälerei-Verdacht in der Spanischen Hofreitschule

In einer Befragung schilderten Mitarbeiter Situationen, in denen Jungtiere Stress und Misshandlungen ausgesetzt waren.
Wien Heute
25.11.2025, 09:47
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Neue Vorwürfe gegen die Spanische Hofreitschule: In einer internen Befragung, die der damalige Geschäftsführer Alfred Hudler 2023 beauftragt hatte, schildern Mitarbeiter heikle Situationen.

Demnach sollen junge Lipizzaner misshandelt und auch Stress ausgesetzt worden sein. Die Beschäftigten empfanden den Umgang mit den Jungtieren als nicht tierschutzgerecht. Wie der ORF berichtet, wurden diese Hinweise laut eines ehemaligen Mitglieds damals vollständig erfasst und intern dokumentiert.

Geschäftsführer wegen Verfehlungen entlassen

Zuletzt hatte Mitte September die sofortige Entlassung von Hudler für Aufregung gesorgt. Begründet wurde der Schritt seitens des Aufsichtsrats damit, dass im Zuge der Prüfung bereits bekannter Verdachtsmomente "gravierende andere Verfehlungen" zutage kamen. Die Entlassung ist nun auch Thema einer aktuellen parlamentarischen Anfrage, in der auf eine "gezielte Demontage" von Hudler spekuliert wird.

Neuer Aufsichtsrat am Mittwoch

Der Aufsichtsrat der Spanischen Hofreitschule soll jedenfalls nur eine zusammengefasste Auswertung samt Maßnahmenpaket erhalten haben. In welcher Form die besonders heiklen Passagen weitergegeben wurden, ist derzeit unklar, so der ORF.

Am 27. November endet die Bewerbungsfrist für die neue Geschäftsführung, auch der Aufsichtsrat soll neu besetzt werden.

Minister reagiert

Der zuständige Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (VP) hat Dienstagfrüh die interne Revision des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft mit einer Überprüfung der Vorwürfe beauftragt.

"Ich nehme diese Vorwürfe sehr ernst und habe daher umgehend die interne Revision mit einer Überprüfung beauftragt. Wenn sich diese Vorwürfe bestätigen, dann werden auch die gesetzlich vorgesehenen Konsequenzen folgen", hält Totschnig fest. Jetzt gelte es, aufzuklären und die Fakten zu prüfen.

Der Minister betont: "Laut erster Information der Spanischen Hofreitschule sei es zu keinem Zeitpunkt zu Tierquälerei gekommen und es geht den Tieren gut, was u.a. durch eine Betriebs-Tierärztin gesichert wird. Bei der aktuellen Neuaufstellung der Spanischen Hofreitschule hat das Tierwohl unserer Lipizzaner für mich jedenfalls höchste Priorität."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 25.11.2025, 11:47, 25.11.2025, 09:47
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