Golfschläger-Attacke: Opfer will 12.000 € Schmerzengeld

Prozess nach Golfschlägerattacke: Anwälte F. Höllwarth (l.), Niki Rast (Mi.)
Prozess nach Golfschlägerattacke: Anwälte F. Höllwarth (l.), Niki Rast (Mi.)Denise Auer
Zwei 18-Jährige mussten heute in Wien vor Gericht: Sie sollen im August einen 24-Jährigen angefahren und mit einem Golfschläger verprügelt haben.

Humpelnd betrat Vladimir J. (24) am Mittwochvormittag den Gerichtssaal am Wiener Landl.

Golfschläger brach ab

Der 24-Jährige war im August nach einem Tumult vor dem Village Club in Favoriten von einem Seat-Lenker angefahren und dann von einem „Unbekannten“ mit einem Golfschläger verprügelt worden. Dabei brach der Schläger sogar ab („Heute“ berichtete).

"Es war Unfall"

Dafür mussten Ljubomir S. (18) und Leo R. (18) wegen absichtlich schwerer Körperverletzung auf die Anklagebank. Für Anwalt Nikolaus Rast war die „Seat-Attacke“ ein Unfall: „Sie wollten ihn stoppen, dabei wurde der 24-Jährige gegen den Zaun gedrückt.“ Der Golfschläger-Typ soll aus der Menge plötzlich aufgetaucht sein.

Das Opfer Vladimir S. (24) laboriert noch an den Folgen des Angriffes.
Das Opfer Vladimir S. (24) laboriert noch an den Folgen des Angriffes.Denise Auer

Ursprünglich waren es vier Beschuldigte - gegen Milos S. und Mitar D. (vertreten von Rast und Wolm) wurden die Ermittlungen jedoch eingestellt.

Opferanwalt Florian Höllwarth meldete beim Strafprozess 12.000 € Schmerzengeld an. „Da werden weitere Forderungen bzw. zivilrechtliche Klagen kommen, denn mein Mandant muss im Frühjahr das dritte Mal operiert werden.“

Urteil am 22.12.

Ein Urteil soll es zwei Tage vor Weihnachten geben, den beiden 18-Jährigen droht eine mehrjährige Haftstrafe, beide bleiben in Untersuchungshaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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