Grammys: Stehlampen kämpfen mit Tüllmonstern

Bei den Grammys vermischen sich am Red Carpet die Grenzen des guten Geschmacks. Ariana Grande und Billy Porter führen diese an.

Wer schlicht zu den Grammys kommt, fällt auf. Musiker, die bei einer Veranstaltung als Künstler im Zentrum stehen, die noch mehr den Drang haben sich als Paradiesvögel zu inszenieren als Schauspieler, die den optischen Idealwert der Gesellschaft hochhalten sollen, verstehen es meisterhaft sich als Extrem zu inszenieren.

Deswegen verwundert es nicht auf einer solchen Veranstaltung wie der Verleihung der Grammys ein dementsprechend hohes Maß an (wie es die Vogue höflich bezeichnet) "extrovertierten" Looks anzutreffen. Wo die Grenzen des Geschmacks verschwimmen, kann man nicht mehr zwischen best und worst dressed unterscheiden. Interessant ist dabei, dass sich vor allem die Männer hier auszutoben und zu kostümieren scheinen. Billy Porter versteht das Versteckspiel am besten und hätte eine glänzende Karriere als Stehlampe vor sich, wenn er sich dabei nicht zu creepy verhält.

Ariana Grande trägt eines der auffälligsten Kleider

ein Menschen-verspeisendes Tüll-Monster aus dem Hause Schiaparelli. das die Ironie besitzt sich in seiner explosiven Auffälligkeit in einer unauffällig, nahezu tarnenden Farbe zu kleiden.

Billie Eilish bei den Grammys

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