Grapsch-Pater wird von Kloster für 5 Jahre bestraft

Er habe nur Blockaden lösen wollen, begründete der Diakon des oberösterreichischen Stiftes Kremsmünster seine Grapschereien im Genitalbereich bei Schülern. Die Tat aus den 90ern ist zwar strafrechtlich verjährt, das Stift straft den Mann jetzt aber intern ab. Ob fünf Jahre Entzug seines Diakon-Postens ausreicht, ist jedoch fraglich.

Die Polizei untersuchte die Missbrauchsfälle des heute 59-Jährigen und kam zu dem Schluss, dass er u.a. Schülern die Hand auf den nackten Bauch gelegt und sie im Genitalbereich betastet haben soll. Die Begründung des Mannes: Er habe Blockaden lösen, Energie übertragen oder Nervosität beruhigen wollen.

2005 wurde der Grapsch-Diakon aus dem Schuldienst abberufen. 2006 wurden die ersten Vorwürfe laut. Ein damaliger Novize brachte wiederholte Übergriffe ans Tageslicht. Von ehemaligen Schülern folgte der Vorwurf, dass man im Stift schon lange vor Bekanntwerden der Affäre 2010 Bescheid gewusst haben müsse. Die Staatsanwaltschaft musste die Ermittlungen wegen Verjährung einstellen, die Kirche untersuchte den Fall aber weiter.

Für den 59-Jährigen folgen nun interne Konsequenzen. Fünf Jahre lang darf er nicht als Diakon tätig sein und wurde in einen weniger öffentlichen Bereich versetzt. Laut einem Vertreter des Stiftes soll das als Zeichen für den Betroffenen und die Öffentlichkeit gesehen werden.

Ein anderer, mittlerweile verurteilt worden. Dieser Spruch ist nicht rechtskräftig, der Akt liegt derzeit beim OGH.

APA/red.

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