Wiener kann es nicht verstehen

"Gras bis zum Bauch" – Hausverwaltung mäht Rasen nicht

In einem Wohnkomplex im 12. Bezirk wuchert es laut eines Anrainers gewaltig: "Der Service wird in Rechnung gestellt, gemäht wird allerdings nicht."

Community Heute
"Gras bis zum Bauch" – Hausverwaltung mäht Rasen nicht
Ein Anrainer eines Wohnkomplexes in Wien Meidling ärgert sich über die Hausverwaltung, die sich seiner Meinung nach nicht um die Grasflächen kümmert.
Leserreporter

Rund um den Wohnkomplex in der Wildgartenallee in Wien-Meidling soll das Gras auf den Wiesenflächen mittlerweile so hoch sein, dass diese für Kinder und Hunde gar nicht mehr zugänglich seien. Im "Heute"-Gespräch klärt die Hausverwaltung schließlich auf.

"Bereits letztes Jahr ging mir das Gras bis zum Bauch, sehr spät kam die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) dann auf die Idee, die Wiesen doch noch einmal zu mähen. Heuer ist es nicht anders. Die zuständige Hausverwaltung antwortet nicht auf E-Mails. Bei Anrufen wird man jedes Mal vertröstet. Wünscht man einen Rückruf, wird einfach nicht zurückgerufen", so der Wiener etwas frustriert.

Bewusste Entscheidung der Bundesimmobiliengesellschaft

Besonders schade fände er die jetzige Situation aufgrund der vielen Kinder, die die Wiesen derzeit nicht zum Spielen nutzen können: "Auch Hunde können nicht in die Wiese. Es ist wirklich ein Zustand. Einige Anwohner greifen selber zum Rasenmäher, obwohl die Instandhaltung der Grünflächen in Rechnung gestellt wird. Gemäht wird von ihrer Seite aus allerdings nicht."

Auf "Heute"-Anfrage teilt die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) mit, dass es sich bei den Grünflächen, von denen der Anrainer spricht, um "Trespenwiesen" auch sogenannte "Magerwiesen" handelt würde: "Sie werden bewusst nur zweimal im Jahr - nämlich einmal im Sommer und einmal im Herbst - gemäht."

Die meistgelesenen Leserreporter-Storys zum Durchklicken

Rasenmähen verboten – Wiese nicht für Kinder und Hunde vorgesehen

Diese Vorgehensweise würde dafür sorgen, dass kurzlebige Arten länger leben. Zusätzlich würde man dadurch zugleich die Selbstaussaat der einjährigen Blumen fördern: "Diese naturbelassenen Wiesen – ganz dem Motto des 'Wildgartens' entsprechend – bieten Insekten Heimat und Nahrung und fördern somit die Biodiversität. Diese einzelnen Flächen sind nicht für Hunde oder als Spielbereich vorgesehen."

Laut der Bundesimmobiliengesellschaft sollte ein eigenständiges Mähen durch die Anwohner absolut nicht erfolgen, es sei sogar verboten: "Eine große Spielwiese gibt es im Bereich des Nachbarschaftszentrums sowie weitere Freiflächen wie Spielplätze, einen Volleyballplatz und Quartiersplätze im gesamten Wildgarten."

Schräg, skurril, humorvoll, täglich neu! Das sind die lustigsten Leserfotos.

1/306
Gehe zur Galerie

    Auf den Punkt gebracht

    • In einem Wohnkomplex in Wien-Meidling beschwert sich ein Anrainer über ungemähte Wiesen, die für Kinder und Hunde unzugänglich sind
    • Die Hausverwaltung erklärt, dass es sich um bewusst naturbelassene Magerwiesen handelt, die nur zweimal im Jahr gemäht werden
    • Die Flächen sind nicht für Kinder und Hunde vorgesehen, und eigenständiges Mähen ist verboten
    red
    Akt.