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Graz: Wer nicht geimpft ist, bekommt keinen Job

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:06

Am Rande der "Europäischen Impfwoche" in Innsbruck, bei der rund 50 WHO-Experten zum Thema Ausrottung von Masern und Röteln beraten, wurde bekannt, dass an der Uniklinik Graz niemand mehr einen Job bekommt, der nicht gegen Masern geimpft ist. Auch einen Medizin-Studienplatz kann man ohne Impfnachweis vergessen.

Am Rande der "Europäischen Impfwoche" in Innsbruck, bei der rund 50 WHO-Experten zum Thema Ausrottung von Masern und Röteln beraten, wurde bekannt, dass an der Uniklinik Graz niemand mehr einen Job bekommt, der nicht gegen Masern geimpft ist. Auch einen Medizin-Studienplatz kann man ohne Impfnachweis vergessen.

Am Rande der Impfkonferenz in Innsbruck sprach Andrea Grisold von der Österreichischen Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin (ÖGHMP) gegenüber der Zeitung "Der Standard" über ihr Ziel, Krankenhauspersonal nur noch einzustellen, wenn es einen Impfnachweis erbringen kann.

In Graz ist das schon der Fall. An der Uniklinik müssen Bewerber nachweisen, dass sie gegen Masern und Röteln geimpft sind, sonst bekommen sie keinen Job. Auch angehende Grazer Medizinstudenten können sich ihren Studienplatz ohne Stempel im Impfpass abschminken.
Das wird auch bald in ganz Österreich Standard sein, wie Grisold sagt. Sie wirft Impfgegnern vor, Verschwörungstheorien zu verbreiten. Die Verunsicherung die sie dadurch erzielen, führt zu einer steigenden Impfskepsis, weniger Leute lassen sich impfen.
Nicht zuletzt dadurch sind Masern in Europa wieder auf dem Vormarsch. Dabei könnte die Krankheit, die schwerwiegende Folgen haben kann, durch eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent leicht ausgerottet werden, wie das schon in Norwegen oder Finnland der Fall ist.

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