13 Studenten zwischen 19 und 25 Jahren starben am Sonntag bei einem Busunglück in Spanien. Ein Opfer war eine österreichische Studentin aus Graz. Nun kam der Grund für den Unfall ans Tageslicht: Der Busfahrer war vermutlich eingeschlafen, so die katalanische Polizei.
Kurz vor dem Morgengrauen am Sonntag geriet der Bus bei Tarragona in Spanien auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem anderen Fahrzeug. 57 Menschen befanden sich an Bord, 13 davon starben. Die katalanische Polizei vermutete schon von Anfang an menschliches Versagen des Fahrers. Nun gaben die Behörden an, es sei wahrscheinlich Sekundenschlaf gewesen. Alternativ dazu könnte es sein, dass der Bus verunglückte, "weil er [der Fahrer, Anm.] mit seinem Handy telefonierte oder sich umdrehte, um mit jemandem zu reden".
Österreichische Studentin tot
Am Montag gaben die Behörden auch die Nationalitäten der Opfer bekannt. Es handelte sich um Erasmus-Studenten zwischen 19 und 25. Eine von ihnen stammte aus Österreich, sieben aus Italien, zwei aus Deutschland. Jeweils einer aus Rumänien, Frankreich und Usbekistan.
Steuer verrissen
Insgesamt fünf Busse eines Veranstalters waren zur Eröffnung des Volksfestes "Las Fallas" in Valencia unterwegs. Der letzte Bus der Kolonne verunglückte nahe des Dorfes Freginals. Der Bürgermeister des Dorfes sagte zu einem Radiosender, dass sich dort schön öfter Unfälle ereignet hätten. Keines der Opfer war angeschnallt.
Nach der Kollision blieb der Bus auf der Seite liegen, der 62-jährige Fahrer wurde verletzt und lag am Mittwoch nach wie vor auf der Intensivstation. Ein Drogen- und Alkoholtest bewies, dass der Mann zum Unfallzeitpunkt nüchtern war. Im zweiten beteiligten Fahrzeug wurden ebenfalls zwei Menschen verletzt.
Der spanische König Felipe VI. und seine Königin Letizia sprachen den Angehörigen ihr Beileid aus, der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont ordnete eine zweitägige Staatstrauer an.