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Grenzfalle: "Hätten wir das gewusst, wären wir in Sy...

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:54

Viele Flüchtlinge zweifeln jetzt daran, ob sie ihr Ziel Österreich oder Deutschland jemals erreichen werden: Rund 11.000 Menschen sitzen bereits im griechischen Grenzort Idomeni fest. Und der Frust der Menschen steigt täglich. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban würde solche Zustände "im keim ersticken", wie er am Freitag im Radio sagte.

Viele Flüchtlinge zweifeln jetzt daran, ob sie ihr Ziel Österreich oder Deutschland jemals erreichen werden: Rund 11.000 Menschen sitzen bereits im griechischen Grenzort Idomeni, Mazedonien, fest. Und der Frust der Menschen steigt täglich. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban würde solche Zustände "im keim ersticken", wie er am Freitag im Radio sagte.

 
In dem winzigen Bauernort Idomeni an der Balkanroute sitzen Tausende Geflüchtete, vor allem Familien, fest, seit das Nicht-EU-Land Mazedonien sie nur noch durch einen Grenzübergang einreisen lässt und ihre Dokumente genau überprüft. Nur ein paar Hundert von ihnen kommen täglich weiter.

Das Camp, das für 1.500 Menschen gedacht war, platzt aus allen Nähten. Die meisten müssen in kleinen, nicht regenfesten Zelten ohne Regenschutz am schlammigen Boden ausharren. Ende ist keines in Sicht. Helfer vor Ort glauben, dass die Lage bald explodieren könnte, wie am Montag, als eine Gruppe mit der mazedonischen Polizei zusammengestoßen ist.

"Wenn wir das gewusst hätten, wären wir in Syrien geblieben", werden Flüchtlinge von deutschen Medien zitiert. Die Menschen sagen ihren Verwandten, sie sollen in ihrem Land bleiben.

Orban: Zustände "im Keim ersticken"

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán, der über das Thema Flüchtlinge abstimmen lässt, hat erneut die nationalen Alleingänge in der Flüchtlingspolitik befürwortet. "Es ist besser, separat zu handeln, als gemeinsam untätig zu sein", sagte Orbán am Freitag im ungarischen Staatsrundfunk. Zustände wie die derzeitige Flüchtlingssituation an der mazedonisch-griechischen Grenze würde er "im Keim ersticken", sagte der nationalkonservative Politiker weiter. Es sei ihm "ein Rätsel", warum Athen überhaupt Flüchtlinge auf das griechische Festland bringe, die aus der Türkei auf den griechischen Inseln landen

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