Welt

Griechen-Banken wollen Montag wieder öffnen

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:32

Die griechischen Banken planen laut griechischem Finanzministerium am Montag nach drei Wochen wieder aufzusperren. Bankkunden dürfen aber weiter nur 60 Euro pro Tag von ihren Konten abheben. Diese Entscheidung sei eine Folge der Ankündigung der Europäischen Zentralbank vom Donnerstag, die Nothilfen für die Banken zu erhöhen. Nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied und OeNB-Chef Ewald Nowotny ist aber noch nicht sicher, dass die Banken tatsächlich wieder öffnen.

Die griechischen Banken planen laut griechischem Finanzministerium am Montag nach drei Wochen wieder aufzusperren. Bankkunden dürfen aber weiter nur 60 Euro pro Tag von ihren Konten abheben. Diese Entscheidung sei eine Folge der Ankündigung der Europäischen Zentralbank vom Donnerstag, die zu erhöhen. Nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied und OeNB-Chef Ewald Nowotny ist aber noch nicht sicher, dass die Banken tatsächlich wieder öffnen.

Für ein Aufsperren der griechischen Banken seien zuvor noch einige Überprüfungen nötig, sagt Ewald Nowotny am Freitag im "Ö1-Morgenjournal". Bis das dritte Hilfsprogramm für Griechenland stehe, könne es "sicherlich sechs bis acht Wochen dauern".

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Donnerstag eine Ausweitung der Nothilfen für griechische Banken gewährt. Diese würden für eine Woche um 900 Millionen Euro erhöht, wie EZB-Chef Mario Draghi sagte. Zuletzt lagen sie bei rund 89 Mrd. Euro.

Als Reaktion darauf verlautbarte der stellvertretende griechische Finanzminister Mardas Donnerstagabend, dass die Banken am Montag nach drei Wochen erstmals seit 29. Juni wieder öffnen werden. "Von Montag an können die Bürger an die Bankschalter gehen und alle Operationen vornehmen", sagte Mardas.
Griechen-Banken werden nicht kollabieren

Nowotny bleibt trotz dieser Ankündigung vorsichtig. Das zusätzliche Geld sei dazu da, um in Bezug auf die Kapitalverkehrskontrollen gewisse Erleichterungen zu schaffen. Etwa für Unternehmen, die dringend Ersatzteile aus dem Ausland brauchen, und Medikamentenlieferungen aus dem Ausland.

Einen Zusammenbruch der Banken sieht Nowotny durch die nun beschlossene erweiterte Hilfe durch die EZB aber als abgewendet. Er stellte auch klar, dass es neue Hilfsgelder aber erst gibt, wenn Griechenland Vorleistungen erbracht hat.

Insidern zufolge steht den angeschlagenen griechischen Banken ein größerer Umbau mit Einschnitten bis zu Schließungen ins Haus, Kredite müssten abgeschrieben werden. Informationen von Insidern zufolge könnten von den vier großen Instituten National Bank of Greece, Eurobank, Piraeus und Alpha Bank nach einem Branchenumbau möglicherweise nur zwei übrig bleiben.

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