Welt

Griechen knapp vor endgültiger Pleite

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:38

Der Internationale Währungsfonds (IWF) bezweifelt laut Spiegel, dass Griechenland seine Schulden selbst tragen kann, sollte sich nichts an den momentanen Plänen ändern. In einer Woche sollen die Geldgeber des Milliardenkredits kontrollieren, wie es um den Pleite-Staat steht.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) bezweifelt laut Spiegel, dass Griechenland seine Schulden selbst tragen kann, sollte sich nichts an den momentanen Plänen ändern. In einer Woche sollen die Geldgeber des Milliardenkredits kontrollieren, wie es um den Pleite-Staat steht.

Der IWF, die Europäische Zentralbank (EZB) und die EU-Kommission bilden gemeinsam jene "Troika", die den Griechen das dringend benötigte Geld vorstreckt. Am 16. Jänner wollen die drei Institutionen die Bücher und Sparfortschritte der Griechen kontrollieren. Schneiden die armen Schlucker schlecht ab, bekommen sie kein neues Hilfspaket. Damit würden die Griechen um 130 Milliarden Euro umfallen, die das riesige Finanzloch weiter stopfen sollen.

Euro-Staaten sollen künftig mehr zahlen

Sollten die Greichen noch einen Kredit bekommen, muss laut IWF einiges anders gemacht werden. Entweder müssen private Gläubiger auf einen höheren Anteil ihrer Forderungen verzichten, oder die Euro-Staaten sich mit einer größeren Summe beteiligen. Außerdem sind die Greichen laut IWF beim Eintreiben der Steuern zu langsam. Auch das Privatisieren geht nicht so gut voran, wie erhofft.

Griechen fürchten sich vor Zukunft

"Wenn wir nicht untergehen wollen, dann müssen wir Eintracht haben und kooperieren", schrieb die konservative Zeitung Kathimerini am Wochenende. Währenddessen forderte Ministerpräsident Papademos die Gewerkschaften auf, mehr zu sparen. Den Arbeitnehmern soll der Lohn erneut gekürzt werden, um die Staatspleite abzuwenden. Die Greichen machen sich immer mehr Sorgen um ihre Zukunft.

Hälfte der Schulden werden hoffentlich erlassen

Die Hellenen hoffen, dass ihnen noch im Jänner Schulden erlassen werden. Bis Mitte des Monats soll sich das entscheiden. Beim EU-Gipfel im Oktober wurde zugesichert, dass Banken und Versicherer den Griechen 100 Milliarden Euro nachlassen. Das wäre die Hälfte des Schuldenbergs. Nun werden erste Stimmen laut, die bezweifeln, dass das reicht. Außerdem glauben Finanz-Experten nicht, dass alle privaten Gläubiger beim Schuldennachlass mitmachen werden.

Mehr Geld eventuell im März

Im März soll der nächste Teil des Kredits ausgezahlt werden. Wenn sich nichts verzögert, fließen dann fünf Milliarden Euro ins schuldengebeutelte Land an der Ägäis. Wenn die Griechen bis dahin allerdings noch nicht genug gespart haben, kommt auch das Geld nicht pünktlich. "Wir werden sehr hart bei der Umsetzung sein", hat die EU bereits angekündigt.

APA/Red.

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