Griechenland baut neue Flüchtlingslager

Flüchtlingscamp auf Leros
Flüchtlingscamp auf LerosTHEOPHILE BLOUDANIS / AFP / picturedesk.com
Auf der griechischen Insel Samos wurde ein neues Flüchtlingscamp eröffnet. 

Die EU-Mittelmeer-Anrainerstaaten beraten in Athen über die Flüchtlingssituation. Italien und Griechenland befürchten aufgrund der Situation in Afghanistan einen Flüchtlingsansturm. "Wir werden nicht erlauben, dass sich die Migration ohne Kontrollen von 2015 wiederholt", kündigte Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis an.

Nach dem verheerenden Brand im Lager Moria baut Griechenland neue Flüchtlingscamps auf anderen Inseln. Es gibt jetzt eine bessere Infrastruktur mit Toiletten und Heizungen. Dennoch gibt es noch viel Kritik von Hilfsorganisationen.

"Menschen haben Angst davor, weggesperrt zu sein"

So wurde etwa auf Samos ein neues Camp eröffnet. Dieses liegt in einem abgeschiedenen Bergtal fernab der Zivilisation. Das Camp ist mit Stacheldraht umgeben und erinnere laut Flüchtlingshelfern eher an ein Gefängnisareal.

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"Die Menschen haben Angst davor, weggesperrt zu sein. Wir haben in der Klinik hauptsächlich mit den psychischen Problemen der Menschen zu tun. Ich habe nicht das Gefühl, dass die griechischen Behörden diese Situation bewältigen können", meint etwa Daniela Steuermann, Flüchtlingsbetreuerin von Ärzte ohne Grenzen auf Samos, in der "ZiB2".

Auch für einen Flüchtlingsansturm aufgrund der Situation in Afghanistan sei Griechenland nicht gerüstet. Das Camp auf Samos bietet eine Kapazität für 3.000 Menschen.

Das Camp ist eines von fünf neuen Lagern. Noch in diesem Jahr werden zwei weitere auf den Inseln Kos und Leros eröffnet.

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