Mit Anfang 40 traf Herbert Grönemeyer der schlimmste Schicksalsschlag seines Lebens. Am 5. November 1998 starb seine große Liebe Anna Henkel-Grönemeyer mit 45 Jahren an Brustkrebs. Nur vier Tage zuvor hatte er bereits seinen Bruder Wilhelm verloren, der an Leukämie litt.
Der heute 70-jährige Sänger bezeichnet diese Zeit als "unfassbare Zäsur". Doch aufgeben war keine Option – wegen seiner beiden damals noch kleinen Kinder, die ihre Mutter verloren hatten.
In seiner neuen ARD-Doku "Grönemeyer - Alles bleibt anders" blickt der Musiker auf diese dunklen Tage zurück. Seine damals neunjährige Tochter habe zu ihm gesagt: "Du hörst nicht auf zu singen." Ein Satz, der noch heute für Gänsehaut sorgt, wie "gala.de" berichtet.
"Meine Kinder spüren ganz elementar, dass, wenn ich singe, ich bei mir bin und dass das eine Form von Lebensenergie ist", erklärte Grönemeyer. Wenn seine Tochter ihn auf der Bühne sieht, spüre sie, dass ihr Vater da "zu Hause" sei.
Viele Jahre später traf den Sänger das Glück erneut: Er lernte Josefine Cox kennen, seine heutige zweite Ehefrau. "Da wusste ich schon, als sie aus dem Auto stieg: Das ist klar. Da muss ich jetzt nicht lange drüber nachdenken", erinnert er sich an die erste Begegnung.
2016 heiratete das Paar, 2019 bekamen sie gemeinsam ein Kind. Der "Mensch"-Interpret widmete seiner Frau das Lied "Lebensstrahlen" – "eines der schönsten Lieder, die ich je geschrieben habe", so Grönemeyer. Eine "wunderschöne Liebeserklärung" an seine über 20 Jahre jüngere Partnerin.