Beim Kauf eines neuen Elektroautos stehen viele Optionen zur Auswahl. Besonders verlockend sind größere Felgen, die das Fahrzeug sportlicher aussehen lassen. Doch diese Entscheidung kann teuer werden - und zwar gleich doppelt.
Was viele Autokäufer nicht wissen: Die Wahl der Radgröße hat erhebliche Auswirkungen auf den Stromverbrauch und damit auf die Reichweite. Dabei ist das Problem bei E-Autos besonders relevant, weil die Reichweite für viele Kunden ein entscheidendes Kaufargument ist.
Wie chip.de berichtet, verliert etwa der Hyundai Ioniq 5 mit 84-Kilowattstunden-Batterie bei einem Wechsel von 19- auf 20-Zoll-Räder satte 40 Kilometer Reichweite. Der Verbrauch steigt dabei von 16,0 auf 17,0 Kilowattstunden pro 100 Kilometer.
Zwei Faktoren spielen zusammen: Größere Räder haben einen höheren Luftwiderstand, was besonders bei Autobahnfahrten ins Gewicht fällt. Zudem sind sie schwerer, was beim Beschleunigen im Stadtverkehr mehr Energie kostet. Zwar gewinnen E-Autos beim Bremsen einen Teil der Energie zurück, aber nicht alles.
Unterm Strich kann der Mehrverbrauch durch größere Felgen rund 56 Euro pro Jahr kosten. Bei öffentlichen Ladesäulen, wo der Strompreis oft höher liegt, kann dieser Betrag noch deutlich steigen.
Experten raten, im Fahrzeugkonfigurator genau auf die angegebenen WLTP-Reichweiten zu schauen. Oft werden diese für verschiedene Radgrößen getrennt ausgewiesen. So lässt sich vor dem Kauf abschätzen, wie viel Reichweite die schickeren Räder tatsächlich kosten.