"Am liebsten bei jedem Rennen"

Große Formel-1-Änderung ab kommender Saison geplant

Die Formel 1 will die Rennen weiter umbauen – und das schon ab der kommenden Saison. Dafür wird ein umstrittenes Format deutlich ausgebaut.
Sport Heute
07.08.2026, 08:45
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Die Formel 1 will mehr Spektakel für die Zuschauer bieten. Die Rechnung dafür ist einfach: Mehr Rennen, mehr Starts, mehr WM-Punkte. Deshalb wollen die Verantwortlichen ab kommender Saison die Sprint-Wochenenden ausweiten. Das kündigte F1-Boss Stefano Domenicali am Donnerstag an.

Aktuell werden sechs Sprints pro Jahr ausgetragen. Dabei soll es nicht bleiben. "Wir gehen davon aus, die Anzahl der Sprints im nächsten Jahr zu erhöhen, und werden in Kürze weitere Einzelheiten bekannt geben", erklärte Domenicali bei einer Telefonkonferenz mit Finanzanalysten.

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Sprints ziehen Zuschauer an

Wie viele zusätzliche Sprints geplant sind und auf welchen Strecken sie stattfinden sollen, ist noch offen. Einen Grund für den Ausbau lieferte der Italiener aber bereits: An Wochenenden mit Sprint-Format verzeichnet die Königsklasse steigendes Zuschauerinteresse – insbesondere am Freitag.

Das Format unterscheidet sich deutlich von einem klassischen Grand-Prix-Wochenende. Der Sprint wird über eine wesentlich kürzere Distanz gefahren und bringt zusätzliche WM-Punkte. Der Sieger kassiert acht Zähler. Das Hauptrennen am Sonntag bleibt davon unberührt.

"Für mich sind es 24 Rennen, 24 Sprintrennen"

Geht es nach Flavio Briatore, ist die nun geplante Erweiterung ohnehin nur ein Zwischenschritt. Der Alpine-Berater würde am liebsten bei jedem Grand Prix einen Sprint sehen. "Ich würde das bei jedem Rennen machen. Wir müssen den Zuschauern etwas mehr bieten. Denn wir tun nichts für die Zuschauer", sagte Briatore gegenüber "the-race.com".

Vor allem das klassische Training ist dem 76-Jährigen offenbar ein Dorn im Auge. "Beim Sprintrennen gibt es immerhin zwei Rennen, zwei Starts, und der Fahrer fährt um etwas. Er fährt nicht nur um der Technik willen." Seine Forderung ist deshalb radikal: "Für mich sind es 24 Rennen, 24 Sprintrennen."

Die Pläne kommen zu einem wirtschaftlich interessanten Zeitpunkt. Formel-1-Eigentümer Liberty Media meldete für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von 764 Millionen US-Dollar – ein Rückgang um 38 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum. Als Grund wurden unter anderem vier weniger ausgetragene Rennen genannt.

Bei den Zuschauerzahlen gibt es hingegen positive Nachrichten. Domenicali zufolge sorgte die US-Partnerschaft mit Apple für einen Anstieg der Zuschauerzahlen und der insgesamt konsumierten Stunden um 13 Prozent. Mit zusätzlichen Sprints soll die Formel 1 für ihre Fans künftig offenbar noch mehr Action bieten.

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