Der Deutsche Tim Hronek gewann das Skicross-Weltcuprennen vor dem Kanadier Kevin Drury und dem Deutschen Florian Wilmsmann. Und das, obwohl keiner der drei Skicrosser den Lauf beendet hatte. Einzig der Kanadier Reece Howden überquerte die Ziellinie. Doch er war nachträglich disqualifiziert worden.
"Es fühlt sich super komisch an. Du hast einen Sturz und plötzlich bist du Erster. So wollen wir nicht Rennen fahren. Aber ich bin super happy, ich war richtig on fire. Es war der beste Tag für mich.", meinte der Sieger aus Deutschland. Für den 30-Jährigen war es ein kleiner Teil Wiedergutmachung für die Olympia-Enttäuschung von Livigno, wo Hronek im Halbfinallauf vom Schweizer Ryan Regez mit einem fragwürdigen Manöver ausgebremst worden war.
Der Finallauf endete im Chaos, nachdem Howden zunächst mit 'Wilmsmann kollidiert war. In der Folge stürzten auch Hronek spektakulär ins Fangnetz und der Kanadier Drury, während Howden als einziger des Quartetts in Ziel fahren konnte. Mit einigen Minuten Verspätung fuhren dann auch die beiden Deutschen den Kurs zu Ende, sie hatten sich nach dem heftigen Sturz wieder aufgerappelt.
Im Gegensatz zu Drury. Der musste noch im Schnee liegend versorgt werden. Der 37-jährige Kanadier konnte auch nicht mehr selbst die Skier anschnallen und ins Ziel fahren, auch nicht an der offiziellen Siegerehrung teilnehmen, er wurde abtransportiert. Über den Grad der Verletzung ist aktuell noch nichts bekannt.