Eigentlich sollte es ein schöner Heimaturlaub in Norwegen werden, geendet hat er in einer Tragödie: Am 24. Juli war Jon Erik Slaattelid (51), Geistlicher im Orden der Augustiner Chorherren des Stiftes Klosterneuburg und von allen Hugo genannt (dies war sein offizieller Ordensname, Anm.), mit dem Auto auf der E39, der Küstenstraße entlang des Hornindalsvatn, dem tiefsten Binnensee Europas, unterwegs, als es aus noch ungeklärten Umständen bei Regen zu einem Frontalzusammenstoß mit einem anderen Auto kam.
Während zwei weitere Unfallbeteiligte (rund 20 Jahre alt) schwer verletzt mit Rettungshubschraubern ins Spital geflogen wurden, ließ der 51-jährige Wahl-Klosterneuburger noch auf der Straße sein irdisches Leben. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, wird nun von der norwegischen Polizei akribisch ermittelt. Zunächst konnte man sich den Crash nicht erklären, norwegische Medien berichten von einem angeblichen Stau an der Küstenstraße. Die E39 war während des Rettungseinsatzes sowie für die polizeilichen Ermittlungen im Anschluss bis Dienstag gesperrt.
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Die Nachricht vom Tod des Geistlichen verbreitete sich in Klosterneuburg indes wie ein Lauffeuer. Im gesamten Stadtgebiet wehen schwarze Flaggen im Wind. Hugo war – vor allem (aber nicht nur) in den Katastralgemeinden Weidling, Weidlingbach und Scheiblingstein, wo er als Seelsorger wirkte – äußerst beliebt. Er kümmerte sich rührend um die Alten und Kranken im Caritas-Heim "St. Leopold", leistete ihnen Gesellschaft und verstand ihre Sorgen, er war zudem Feuerwehrkurat und bei jeder Veranstaltung gern gesehener Gast.
Mit seiner skandinavischen Coolness und seinem Schmäh gewann er die Herzen der Einheimischen im Sturm. Auch zahlreiche Klosterneuburger, die nicht regelmäßig die Messe in "seiner" Pfarre besuchten, trauern um den Norweger. „Er war ein wunderbarer, offener Mensch und ein Freund aller", berichtet ein Weidlinger.
Auch die Chorherren im Stift zeigen sich ob des Todes ihres Mitbruders "tief betroffen und voller Trauer". "In Dankbarkeit für Dein Wirken! Ruhe in Frieden und das ewige Licht leuchte Dir!", heißt es auf der Facebook-Seite der Stiftspfarre im Rahmen eines kurzen Nachrufs auf den verstorbenen Chorherrn.
"Wir werden die vielen netten Gespräche und seine humorvolle Art sehr vermissen und in Erinnerung behalten", schreiben seine Feuerwehrkameraden.