Großer Wirbel um gefälschten ÖVP-Brief

Bild: privat

Nun wird der Wahlkampf schmutzig: Mittwochfrüh staunten viele Wiener nicht schlecht, als sie einen ungewöhnlichen Brief in der Post fanden. Vermeintlicher Absender: Die ÖVP. Inhalt: ein Schuldeingeständnis.

Wir haben den Fakebrief für Sie als PDF online:

Im Briefkopf prangt gut sichtbar das ÖVP-Logo, darunter wird angekündigt, "in Bezug auf die Flüchtlinge des Servitenklosters" die "Position als Partei zu kommunizieren". Die Abschiebung sei ein "Fehler" gewesen, VP-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner die "Hauptverantwortliche für die unchristliche Vorgangsweise". Sie werde deshalb "ihres Amtes enthoben". In mehreren Wiener Bezirken (laut "Heute"-Recherchen jedenfalls im 2. und 7. Bezirk) wurde der gefälschte Brief in der Nacht auf Mittwoch verteilt.

Die ÖVP will keine Schritte gegen die bisher unbekannten Urheber unternehmen: Es handle sich um eine "ganz offensichtliche" Fälschung, so eine Partei-Sprecherin. Es sei "bedauernswert, dass manche die derzeitige Diskussion um Abschiebungen instrumentalisieren". Für den Politik-Berater Thomas Hofer ist der falsche Brief "ein klassischer Dirty Trick", also ein unsauberes Wahlkampf- Mittel, wie es in den USA üblich ist. Für die ÖVP sei das unangenehm. "Es ist schwierig, auf so etwas zu reagieren", so Hofer.

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