In der Justizanstalt Stein in Krems läuft aktuell eine groß angelegte Razzia. Der Hochsicherheitstrakt, in dem besonders gefährliche Langzeithäftlinge wie Mörder, Geiselnehmer oder Terroristen untergebracht sind, steht dabei im Fokus der Ermittlungen, wie die "Krone" berichtet.
Auslöser für den Großeinsatz war ein offenbar fingierter Zellenbrand. Bis zu 70 Wachbeamte durchsuchten gemeinsam mit Drogenspürhunden sämtliche Zellen des Westtrakts E. Die Justiz stellt dort zahlreiche gefährliche Insassen mit Haftstrafen ab 20 Jahren unter.
Wie es im Bericht heißt, konnten bei den Durchsuchungen zahlreiche Handys und Suchtmittel sichergestellt werden. Besonders besorgniserregend ist die Entdeckung von Fentanyl, einer als "Zombie-Droge" bekannten Substanz, die in flüssiger Form auf scheinbar harmloses Briefpapier geträufelt und so eingeschmuggelt wurde.
Die Behörden suchen zudem weiterhin intensiv nach einer mutmaßlich eingeschleusten Schusswaffe. Eine solche Waffe in den Händen von hochgefährlichen Insassen stellt für die Justiz ein absolutes Horrorszenario dar. Die Fahndung läuft auf Hochtouren.