Gerald Grosz, der früher einmal als Politiker bekannt war, macht sich in letzter Zeit häufig mit - zugegebenermaßen - kreativen Schimpftiraden auf Facebook einen Namen.
Der Ex-BZÖ-Chef nahm zuletzt seinen früheren Freund Stefan Petzner in die Mangel (lesen Sie hier, was Sache war), nun hat er Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) im Visier.
Dafür hat er sich eine besondere Location ausgesucht. In einer Art Freiluft-Badewanne sitzend, fängt seine fast lyrisch gestaltete Schimpftirade mit einem bösen Sprichwort an.
In einer Reaktion auf diesen Artikel klärte Gerald Grosz uns etwas später auf: Es sei keine Badewanne, sondern ein kleiner Swimmingpool, in dem er im Video sitzt. Auf Twitter postete er ein Bild davon:
Auf Sterbende tritt man nicht
"Herr Mag. Kern, 'Auf Sterbende tritt man nicht', aber Sie wissen genau wie ich, wie es mit alten Sprichwörtern so ist: Jeder kennt sie und niemand hält sich daran", beginnt Grosz seine kleine Rede.
Er will also auf den "sterbenden" Kern treten. Was Grosz stört, ist die Verhaftung von SPÖ-Wahlkampfberater Tal Silberstein ("heute.at" berichtete) am Montag.
Für Grosz hat sich israelische Justiz geholt, was ihr zusteht. Einen schlechten Scherz mit dem zentralen Wahlkampfslogan der SPÖ (den Silberstein erfunden haben soll) kann er sich auch nicht verkneifen. Wer sich so einen Slogan ausdenkt, habe sowieso nichts anderes als Handschellen verdient, findet Grosz.
Für den SPÖ-Wahlkampf sieht er dann nur noch zwei Möglichkeiten: Entweder, Kern holt sich Stefan Petzner ins Team. Oder er lässt es gleich bleiben. Was Grosz bevorzugen würde, macht er zum Schluss klar.
Er lehnt sich in Richtung Kamera und spricht ein Schlusswort: "Aber nun ein gratis Rat von mir: Lassen Sie es einfach, Herr Kern!"
Reaktion von SPÖ-Gemeinderat
Rudi Pinl ist einer der ersten, der auf Grosz' Video reagiert. In einem Kommentar schreibt er "So ein dummer, selbstherrlicher Narzisst ... zum Fremdschämen einfach". Gerald Grosz juckt das nicht besonders. Er entlarvt den Mann als angeblichen SPÖ-Gemeinderat und bezeichnet die Beleidigung als "Lob", das er "wie einen Orden am Revers" tragen wird. (red)