Grüll: "Ja, ich werde bei einem Tor gegen Rapid jubeln"

Marco Grüll wechselt im Sommer von Ried zu Rapid.
Marco Grüll wechselt im Sommer von Ried zu Rapid.GEPA
Im Sommer wechselt Marco Grüll von Ried zu Rapid. Am Samstag kommt er noch als Gegner nach Wien – und feiert seine Premiere im Allianz Stadion.

Marco Grüll steckt in einer emotionalen Zwickmühle. Der 22-Jährige trifft am Samstag (17 Uhr) mit Ried auf Rapid – also jenen Klub, für den er ab Sommer auf Torjagd geht. "Natürlich macht es das besonders", gesteht der Stürmer im "Heute"-Talk. "Denn seit ich unterschrieben habe, verfolge ich meinen künftigen Verein ganz genau." Gleichzeitig hält er fest: "Fakt ist, dass ich am Samstag gewinnen will. Ich würde auch bei einem Tor ganz sicher jubeln. Ich gebe bis zum Schluss alles für Ried."

Kurios: Grüll sieht seinen neuen Arbeitsplatz zum allerersten Mal. "Ich war noch nie im Allianz Stadion. Weder als Spieler, noch als Zuschauer", erzählt er.

Rapid "bezwang" Salzburg

Grüll, der nach 66 Partien für die Innviertler bei 26 Toren und 31 Assists hält, gilt schon lange als Wunschkandidat der Hütteldorfer. Im Februar wurde der ablösefreie Deal fixiert – obwohl auch Salzburg und Vereine aus Deutschland Interesse zeigten. Warum fiel die Wahl auf Grün-Weiß? "Weil ich von Anfang an das Vertrauen von Zoran Barisic und Didi Kühbauer hatte. Sie haben sich wirklich um mich bemüht. Außerdem taugt mir die sportliche Perspektive. Für mich geht es ja relativ schnell. Vor zwei Jahren war ich noch in der Regionalliga bei St. Johann."

Eine Entwicklung, die an Ercan Kara erinnert. "Man sieht, dass auch dieser Weg funktionieren kann. Ich habe mir alles hart erarbeitet, habe mit 14 mit Erwachsenen trainiert. Das prägt."

"Ronaldo hat alle deppert gespielt"

In der Ried-Kabine muss sich Grüll seit Bekanntwerden seines Sommer-Wechsels "ein paar blöde Sprüche anhören – natürlich im Spaß, das gehört dazu." Sein Vorbild trägt den Namen Cristiano Ronaldo. "Wie er in jungen Jahren bei Manchester United alle deppert gespielt hat, war großartig. Er ist eine Maschine."

Grüll hat in seiner Karriere erst ein Mal gegen Rapid gespielt. Im November des Vorjahres. Die Oberösterreicher siegten mit 4:3 – er machte das Goldtor. "Das war ein sehr gutes Gefühl", grinst der Offensiv-Allrounder. "Mir ist eigentlich völlig egal, wo ich eingesetzt werde. Nur links bin ich lieber als rechts, das ist das Einzige."

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