Rapid gerät in der Bundesliga ins Straucheln. Im fünften Spiel im Meister-Playoff setzte es für die Mannschaft von Coach Zoran Barisic die dritte Pleite. Sechs Runden vor Schluss wuchs der Rückstand auf den angepeilten dritten Rang bereits auf sieben Zähler an.
Beim 1:3 auf der Gugl waren die Wiener chancenlos – vor allem in Halbzeit eins. "Wir können froh sein, dass es da nicht schon 0:5 stand", brachte es Marco Grüll, der in Abwesenheit des gesperrten Guido Burgstaller die Kapitänsschleife trug, auf den Punkt. "Mit solchen Auftritten wird sich auch der vierte Platz nicht ausgehen, weil wir keine Spiele gewinnen werden."
Und tatsächlich könnte es eng werden. Denn der Vorsprung auf Platz fünf (Austria) und sechs (Klagenfurt) beträgt lediglich einen beziehungsweise zwei Zähler. Und am Mittwoch müssen die Hütteldorfer zu Spitzenreiter Salzburg.
Davor gilt es, das 1:3 gegen den LASK aufzuarbeiten. "Wir waren sehr undiszipliniert in der ersten Halbzeit", ärgerte sich Verteidiger Michael Sollbauer. "Wir machen viel zu viele Fehler, können wir uns nicht erlauben. Der Weg zu Platz drei ist jetzt ein weiter, aber wir geben nicht auf."
Tormann Niklas Hedl: "Die blöden Fehler ziehen sich durch."
Barisic hatte nach dem Schlusspfiff keine Erklärung parat. "Wir waren wie das Kaninchen vor der Schlange. Nicht aggressiv, nicht beweglich. Nach den Umstellungen zur Pause war es besser. Nach dem Anschlusstor waren wir vom Gefühl her am Drücker, leider hat uns das 1:3 den Stecker gezogen."