Grüne fordern schnelles Waffenverbot bei Wegweisungen

Meri Disoski, Frauensprecherin der Grünen
Meri Disoski, Frauensprecherin der GrünenMichael Gruber / EXPA / picturedesk.com
Die Grünen setzen sich dafür ein, dass weggewiesenen Personen dauerhaft die Schusswaffen entzogen werden.

Nach einer parlamentarischen Anfrage bezüglich Frauenmorden und Waffengebrauch fordern die Grünen, dass weggewiesenen Personen dauerhaft Schusswaffen entzogen werden sollen. Die Frauensprecherin der Grünen, Meri Disoski, forderte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Freitag auf, diese Maßnahme, die aktuell geprüft wird, so rasch wie möglich umzusetzen.

562 Menschen in den letzten zehn Jahren ermordet

"Die Ergebnisse dieser Anfragebeantwortung sind alarmierend und offenbaren dringenden Handlungsbedarf. In den letzten zehn Jahren wurden 562 Menschen in Österreich ermordet. 54 Prozent aller Mordopfer waren weiblich. 163 dieser Frauen wurden mit einer Hieb-, Stich-, oder Schusswaffe getötet. 48 dieser Frauenmorde wurden mit einer Schusswaffe verübt. Es zeigt sich also klar und deutlich: Der Zugang zu Waffen für den privaten Gebrauch muss drastisch eingeschränkt werden. Und das so schnell wie möglich", betonte Disoski.

Zudem gab es laut Beantwortung der parlamentarischen Anfrage 423 Mordversuche an Frauen. Unverständlich ist für die Frauensprecherin, warum keine Statistiken darüber geführt werden, ob es nach einem Betretungsverbot oder nach einer Wegweisung zu einem Waffenentzug kommt. Es brauche dringend Entnahmen von Waffen im Fall von Wegweisungen und Betretungsverboten.

Hilfe für Betroffene

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

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