Grüne verlangt Dankbarkeit – "Jubel sollte ausbrechen"

Eine Spitzen-Grüne ärgert sich über zu wenig Dankbarkeit der Österreicher für den Klimabonus.
Eine Spitzen-Grüne ärgert sich über zu wenig Dankbarkeit der Österreicher für den Klimabonus.Karl Schöndorfer / picturedesk.com
In einem Facebook-Posting platzte Burgenlands Grünen-Chefin nun der Kragen. Sie wünscht sich mehr Dankbarkeit der Bevölkerung für den Klimabonus.

Eine Spitzen-Grüne rechnet jetzt mit der Bevölkerung ab. Während die Österreicher unter der massiven Inflation, einer weiteren Verteuerung des Sprits und horrenden Strom- und Gaspreisen ächzen, wütet Regina Petrik vor der burgenländischen Gemeinderatswahl auf Facebook. Sie lobt die Regierung (welcher die Grünen angehören) für den "Klimabonus für alle", ärgert sich aber über die Reaktionen: "Statt Freude steht meckern im Vordergrund?"

"Es sollte Jubel ausbrechen"

Wer Frau Petrik nicht kennt: Die 58-Jährige ist Landessprecherin der Grünen im Burgenland und erzielte bei der letzten Landtagswahl 6,72 Prozent der Stimmen. Als Klubchefin erlöst sie 9.273,28 Euro im Monat. Für das stattliche Salär gibt es via Social Media nun wertvolle Tipps – immerhin kostenlos: "Erwachsene, die seit einem bestimmten Stichtag in Österreich leben, kriegen 500 Euro vom Staat ausbezahlt, um steigende Kosten durch CO2-Bepreisung auszugleichen und zum Energie- und Spritsparen zu motivieren", schreibt sie. Und ergänzt: "Für Kinder gibt es nochmal je 250 Euro dazu."

DANN FORDERT SIE MEHR DANKBARKEIT VON DEN ÖSTERREICHERN EIN: "Eigentlich sollte Jubel, zumindest Freude ausbrechen."

Im Nachsatz macht sie dann klar, dass es bei der Einführung der CO2-Steuer (diese macht Sprit nochmals um rund 9 Cent pro Liter teurer) um eine Umerziehungsmaßnahme geht. Die grüne Petrik wörtlich: "Mit vernünftigen Verhaltensänderungen kann einem von dieser Summe sogar etwas übrig bleiben."

"Sachliche Debatte täte gut"

Für die mediale Berichterstattung über Probleme der Menschen hat sie wenig Verständnis: "Es gehör wohl mittlerweile für viele zum guten Ton, über die Regierung herzuziehen, sogar dann, wenn sie laufend Unterstützungen ausbezahlt", so Petrik. Und: "Bissl weniger heftige Emotion und bissl mehr sachliche Debatte täten uns und der Politik gut, finde ich."

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